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Iran richtet 30-jährige Mahrokh Mirzaei hin

 


In Iran ist die 30-jährige Mahrokh Mirzaei hingerichtet worden. Sie war wegen der Tötung ihres Ehemanns zum Tod verurteilt worden. Nach Angaben des NCRI-Frauenausschusses wurden damit seit Jahresbeginn mindestens 28 Frauen exekutiert.

Mindestens 28 Frauen seit Jahresbeginn hingerichtet
 
ANF / REDAKTION, 1. Okt. 2026.

In Iran ist die 30-jährige Mahrokh (Roghayeh) Mirzaei hingerichtet worden. Wie der Frauenausschuss des Nationalen Widerstandsrats Iran (NCRI) am Donnerstag berichtete, wurde das Todesurteil am 28. September im Gefängnis von Isfahan vollstreckt.

Mirzaei lebte in Isfahan und war vier Jahre zuvor wegen der Tötung ihres Ehemanns festgenommen und anschließend zum Tod verurteilt worden. Nach Angaben des NCRI-Frauenausschusses war ihre vierjährige Ehe von anhaltenden Konflikten und Spannungen geprägt, die ihre psychische Verfassung zunehmend belastet hätten. Nähere Angaben zu den Umständen der Tat und des Gerichtsverfahrens enthält der Bericht nicht.

Mit Mirzaeis Hinrichtung steigt die Zahl der seit Beginn dieses Jahres in iranischen Gefängnissen hingerichteten Frauen nach Zählung der Organisation auf mindestens 28.

Frauen besonders von Todesstrafe betroffen

Der NCRI-Frauenausschuss dokumentiert seit Jahren Hinrichtungen von Frauen in Iran. Nach Aufzeichnungen des Gremiums wurden seit 2007 mindestens 356 Frauen exekutiert. Die Organisation verweist dabei auf die besondere Situation von Frauen, die wegen der Tötung ihres Ehemanns oder anderer Familienangehöriger zum Tod verurteilt werden. Unter den Hingerichteten befänden sich Frauen, die zuvor häuslicher Gewalt ausgesetzt gewesen seien. Diskriminierende Familiengesetze und mangelnder Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt verschärften ihre Situation. In einigen dokumentierten Fällen hätten Frauen in Notwehr gehandelt. Seit dem Amtsantritt von Präsident Massud Peseschkian wurden nach Angaben des NCRI insgesamt 4.110 Gefangene hingerichtet, darunter 116 Frauen.

Hinrichtungszahlen massiv gestiegen

Die Zahl der Todesurteile und Hinrichtungen im Iran ist zuletzt massiv gestiegen. Der NCRI dokumentierte für 2025 mindestens 2.201 Hinrichtungen – mehr als doppelt so viele wie die von der Organisation für 2024 erfassten 1.006 Fälle. Amnesty International dokumentierte für 2025 mindestens 2.159 Hinrichtungen in Iran. Damit entfiel ein erheblicher Teil der weltweit registrierten Vollstreckungen von Todesurteilen auf die Islamische Republik. Der NCRI-Frauenausschuss fordert die Vereinten Nationen, die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten sowie Menschenrechtsorganisationen auf, wirksame Schritte gegen die Hinrichtungswelle in Iran einzuleiten.

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