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Es werden Posts vom Februar, 2020 angezeigt.

Serêkaniyê-Vertriebene prangern Angela Merkel an

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Seit Angela Merkel ankündigte, eine finanzielle Unterstützung der demografischen Neuordnung in Nordsyrien prüfen zu wollen, steht die Bundeskanzlerin in der Kritik. Vertriebene aus Serêkaniyê mahnen, Merkel mache sich schuldig. ERSİN ÇAKSU / HESEKÊ, 16. Febr. 2020.
Bei ihrem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan Ende Januar in Istanbul kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel an, eine finanzielle Unterstützung der türkischen Politik einer demografischen Neuordnung in Nordsyrien prüfen zu wollen. In den seit Oktober 2019 von der Türkei besetzten Gebieten Nord- und Ostsyriens plant die Erdoğan-Regierung den Bau von Notunterkünften für syrische Flüchtlinge aus der Türkei. Merkel nannte dieses Vorhaben in Istanbul eine „humanitäre Aktion”, für die es deutsche Mittel geben könnte.
Laut dem wissenschaftlichen Dienst des Bundestages verstoßen die gezielte demografische Veränderung und die Pläne der Ansiedlung von 2,5 Millionen Flücht…

Reorganisierung des IS unter MIT-Schirmherrschaft

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Die Hinweise verdichten sich, dass sich das neue Oberhaupt des IS-Terrornetzwerks, Amir Mohammed Abdul Rahman al-Mawli al-Salbi, unter Kontrolle des türkischen Geheimdienst MIT in Ankara befindet. 
BÊRÎTAN SARY / QAMIŞLO, 14 Febr. 2020.
Bereits vor wenigen Wochen berichtete ein von den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) gefangener Vertrauter des neuen IS-Chefs, Amir Mohammed Abdul Rahman al-Mawli al-Salbi halte sich in der Türkei auf. Vergangenen Oktober war der selbsternannte Kalif des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS), Abu Bakr al-Baghdadi, in der türkischen Besatzungszone Idlib im Nordwesten Syriens bei einer gemeinsamen Operation der USA und den QSD getötet worden. Al-Salbi, der Nachfolger Baghdadis, stammt aus der irakisch-syrischen Grenzstadt Tel Afar und ist der Bruder von Adel al-Salbi, dem Vertreter der „Irakischen Turkmenenfront“, die durch den türkischen Geheimdienst MIT gegründet wurde und Erdoğans Einfluss im Irak sichert.
Nach vorliegenden…

Demonstrantinnen im Irak: Die Revolution ist weiblich

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Unter der Parole „Die Revolution ist weiblich” sind im Irak etliche Frauen auf die Straße gegangen, um sich bewusst der Forderung des schiitischen Klerikers al-Sadr zu widersetzen, der eine Geschlechtertrennung bei Kundgebungen fordert.
ANF / BAGDAD, 13. Febr. 2020.




Im Irak sind etliche Frauen landesweit auf die Straße gegangen, um die regierungskritischen Proteste zu unterstützen und die Gewalt von Sicherheitskräften und Milizen gegen Angehörige der Protestbewegung zu verurteilen. Damit widersetzten sie sich bewusst der Forderung des schiitischen Klerikers Moqtada al-Sadr, der eine Geschlechtertrennung bei Kundgebungen fordert. Der Geistliche hatte jüngst beklagt, es sei unmoralisch, dass sich Frauen und Männer bei den Protesten vermischten und sogar einen 18 Punkte umfassenden „Verhaltenskodex” herausgegeben. Heute kritisierte Sadr erneut die Proteste. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb der Kleriker, die Demonstrationen seien voll von „Nacktheit, Promiskui…