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Omar: Internationale Kräfte mitverantwortlich für IS-Terror

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Der IS-Angriff auf ein Haftzentrum in Hesekê wirft ein Schlaglicht auf die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, Verantwortung für ihre Bürger zu übernehmen, meint Abdulkarim Omar. Der Westen riskiere damit ein Wiedererstarken der Terrormiliz.   ANF / QAMIŞLO, 21. Jan. 2022. Auch einen Tag nach dem koordinierten Massenausbruchsversuch in einem Haftzentrum für Gefangene der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Hesekê dauern die Spannungen in der Stadt weiter an. Der Außenbeauftragte der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien, Abdulkarim Omar , sieht den Westen für die neu entflammte Eskalation verantwortlich und warnt vor weiteren Revolten. Es sei weder der erste Anschlag dieser Art noch werde er der letzte sein, äußerte Omar mit Blick auf den Sturm auf das Gefängnis im Stadttei

Hesekê: Massenausbruch aus einer Haftanstalt für IS-Gefangene

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Die Lage in Hesekê bleibt nach dem versuchten Massenausbruch aus einer Haftanstalt für IS-Gefangene angespannt. Dschihadisten haben sich in einem Wohnviertel verschanzt und missbrauchen Zivilisten als Schutzschilde, die Koalition fliegt Luftangriffe.   ANF / HESEKÊ, 21. Jan. 2022. In der nordostsyrischen Stadt Hesekê bleibt die Sicherheitslage nach dem versuchten Massenausbruch aus einer Haftanstalt für ausländische Gefangene der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) weiter angespannt. Die Operationen der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) dauern an, werden jedoch schonend und präzise durchgeführt, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Dschihadisten haben eine unbekannte Zahl von Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt in ihrer Gewalt und missbrauchen sie als menschliche Schutzschilde. Mi

Drei Journalist:innen in Şengal festgenommen

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Das irakische Militär hat drei Journalist:innen festgenommen, die in Şengal die zunehmenden Militärbewegungen beobachtet haben. Ihre Ausrüstung wurde beschlagnahmt, ihr Aufenthalt ist unbekannt.   ANF / ŞENGAL, 18. Jan. 2022. In Şengal sind drei Journalist:innen von irakischen Militärs festgenommen worden. Xelîl Şengalî, ein Mitarbeiter von Radyo Çira, sowie die Korrespondentin Emîra Simoqî und der Moderator Hesunî Xanesorî von Çira TV haben vor ihrer Festnahme die zunehmenden irakischen Militärbewegungen in dem ezidischen Hauptsiedlungsgebiet im Nordirak beobachtet. Ihre Kameraausrüstung wurde beschlagnahmt. Wohin die drei Journalist:innen gebracht wurden, ist unbekannt. In der Region ist in den letzten Tagen die Truppenpräsenz der irakischen Armee erhöht worden. Die autonomen Sicherheitsk

Selbstverwaltung entwickelt Projekte gegen das Embargo

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Aufgrund des Embargos gegen Nord- und Ostsyrien ist die Versorgungslage schwer. Die Selbstverwaltung in der Region versucht, das Embargo durch den verstärkten Aufbau einer unabhängigen Ökonomie zu neutralisieren.   ANF / HESEKÊ, 18. Jan. 2022. Die Selbstverwaltung von Rojava ist mit ihrer auf Frauenbefreiung und radikaler Demokratie basierenden Struktur weltweit zu einem Beispiel geworden. Doch die Regionalmächte setzen alles daran, die Region zu destabilisieren. Neben Kriegshandlungen spielen dabei auch Angriffe auf die Ökonomie ein wichtiges Mittel dar, um Druck auf die Menschen in den selbstverwalteten Gebieten aufzubauen. So üben sowohl das syrische Regime, der Irak, die südkurdische PDK als auch die Türkei ein Embargo gegen die Menschen der Region durch. Alle Grenzübergänge nach Nord-

Jahresversammlung von Kongreya Star abgeschlossen

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Unter dem Motto „Kämpft und beendet Gewalt und Besatzung“ fand das Jahrestreffen des nordsyrischen Frauendachverbands Kongreya Star in Rimêlan statt.   ANF / RIMÊLAN, 18. Jan. 2022. Der Dachverband der Frauenbewegung Kongreya Star schloss am Sonntag seine Jahresversammlung in Rimêlan im nordsyrischen Kanton Qamişlo ab. Rund 300 Delegierte aus dem gesamten Autonomiegebiet von Nord- und Ostsyrien sowie aus Aleppo und Damaskus diskutierten zwei Tage intensiv über die vergangene Arbeit und die Perspektive für das Jahr 2022. Nachdem am ersten Tag das vergangene Jahr bilanziert wurde, wurde am Ende des zweiten Tages eine Planung für das Jahr 2022 veröffentlicht. Darin wurden folgende Schwerpunkte festgelegt: - Die Philosophie von Abdullah Öcalan sollte stärker als Grundlage der Frauenorganisierung herangezogen und der Kampf ausgeweitet we

Şengal wirft Bagdad militärische Provokation vor

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Die Autonomieleitung von Şengal befürchtet angesichts der Verlegung großer Truppenkontingente irakischer Streitkräfte in ezidisches Kerngebiet eine militärische Eskalation und fordert die Abschwächung der Spannungen in der Region.   ANF / ŞENGAL, 18. Jan. 2022. Die Autonomieleitung von Şengal befürchtet angesichts der Verlegung großer Truppenkontingente irakischer Streitkräfte in ezidisches Kerngebiet eine militärische Eskalation. Es bestehe Grund zur Annahme, dass die massiven Militärbewegungen in der Region dazu genutzt werden sollen, Provokationen herauszufordern und bestehende Spannungen weiter zu verschärfen, heißt es in einer Stellungnahme des Gremiums. „Es ist kein Grund ersichtlich, warum Iraks Premierminister Mustafa al-Kadhimi unter dem Vorwand von Sicherheitsgründen seine Militä

Heyva Sor a Kurd: „Es war niemand mehr da, und wir mussten handeln!“

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Fee Baumann ist internationale Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Heyva Sor a Kurd in Nordostsyrien. Im Gespräch mit Gisela Rhein gibt sie einen Einblick in die Aufgaben und Herausforderungen der NGO unter dem Eindruck von Krieg, Embargo und dem IS.   GISELA RHEIN / QAMIŞLO/HAMBURG, 17. Jan. 2022. Überall in Nord- und Ostsyrien ist die Hilfsorganisation Heyva Sor a Kurd sichtbar: Ambulanzwagen auf den Straßen, mobile Teams im Einsatz gegen Corona, Notfallteams bei Veranstaltungen. Warum wurde Heyva Sor a Kurd gegründet, mit welchen Aufgaben und Herausforderungen sieht sich diese im Gebiet der demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens aktive Organisation konfrontiert? Über diese Fragen hat Gisela Rhein für den Kurdistan-Report mit Fee Baumann, Mitarbeiterin von Heyva Sor a Kurd,