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Neue Schule für Kinder in Waşokanî-Camp

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Der schwedische Verein „Help Kurdistan“ hat eine Schule für das Waşokanî-Camp bei Hesekê gebaut. Das Lager beherbergt über zwölftausend Vertriebene aus den von der Türkei besetzten Gebieten, darunter rund 1.400 Kinder im Schulalter. ANF / HESEKÊ, 25. Okt. 2020. Im Camp Waşokanî nahe Hesekê ist am Wochenende eine weitere Schule eröffnet worden. Das Projekt wurde von dem in Schwedens Hauptstadt Stockholm ansässigen Verein „Help Kurdistan“ umgesetzt und stellt eine große Entlastung für die bereits vorhandene Schule dar, die aus allen Nähten platzt. Die Bildungseinrichtung war vor einiger Zeit von der Organisation Save the Children erbaut worden, da der Unterricht bis dahin in provisorischen Zelten stattgefunden hatte. Mit der neuen Schule wurde nun Platz für alle knapp 1.400 Kinder und Jugendliche im Schulalter geschaffen.Das Auffanglager Waşokanî liegt etwa zwölf Kilometer westlich der Kantonshauptstadt Hesekê und wurde vergangenen November in Zusammenarbe…

„Die Gesellschaft hat ein Männerproblem“

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Im Rahmen der TJA-Kampagne „Wir verteidigen uns selbst“ finden in Kurdistan und der Türkei Männerseminare gegen Patriarchat und Sexismus statt. Die Teilnehmer stellen fest: „In der Gesellschaft gibt es ein Männerproblem.“ ANF / ISTANBUL, 25. Okt. 2020. Seit Mitte September läuft die von der Bewegung freier Frauen (Tevgera Jinên Azad, TJA) in Amed ins Leben gerufene Kampagne „Em xwe diparêzin“ – zu Deutsch: Wir verteidigen uns selbst. Die Kampagne, die einen Gesamtzeitraum von vier Monaten vorsieht und landesweit geführt wird, umfasst den Kampf gegen staatliche und männliche sexualisierte, physische, seelische, digitale und wirtschaftliche Gewalt. Die Frauenbewegung fordert die Bestrafung der Täter. Ein weiterer Aspekt ist die staatliche „Spezialkriegspolitik“, mit der Frauen über sexualisierte Gewalt und Folter zu Sklavinnen gemacht und junge Menschen über Drogen und gezielte Spitzelanwerbung aus ihrem gesellschaftlichen Umfeld gerissen werden.Seit Initiie…

Can Syrians Who Left ISIS Be Reintegrated into Their Communities?

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Rojava Information Center @RojavaIC · 23. Okt. A useful overview from @USIP explains why the Autonomous Administration of North and East Syria has chosen to announce a general amnesty for Syrians in Hol Camp; what this decision means in practice; and the major challenges facing reintegration efforts.
Thousands of Syrian women and children set to be freed from al-Hol camp require support to ensure sustainable reconciliation. Wednesday, October 21, 2020 /By:Mona Yacoubian ; Chris Bosley; Leanne Erdberg SteadmanMore than a year since the territorial defeat of ISIS, the region is still reeling in the wake of the self-styled caliphate’s destruction. Kurdish authorities operate two dozen detention facilities in northeast Syria holding thousands of former ISIS fighters. What to do with these combatants remains a vexing challenge for the region and international community. But, the al-Hol camp in northeast Syria—which holds tens of thousands who were livin…

Rekordzahlen an Corona-Neuinfektionen in Rojava

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Innerhalb eines Tages hat das Gesundheitskomitee von Nordostsyrien 238 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in den Autonomiegebieten. ANF / QAMIŞLO, 24. Okt. 2020. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages in Nord- und Ostsyrien ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf über 200 gestiegen. Das Gesundheitskomitee der Selbstverwaltung verzeichnete am Samstag 238 neue Fälle, so viele wie noch nie seit Ausbruch der Krankheit in Rojava und den restlichen Autonomiegebieten. Damit sind bislang 3.625 Infektionen mit dem Erreger von Covid-19 erfasst worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Corona gestorben sind, liegt nach fünf weiteren Todesfällen in den vergangenen 24 Stunden inzwischen bei 109. Als genesen gelten laut dem Gesundheitskomitee mittlerweile 665 aller gemeldeten Fälle.Auf Platz eins der aktuellen Corona-Statistik im nördlichen und östlichen Syrien liegen Kobanê …

Deklaration ezidischer Persönlichkeiten zum Abkommen über Şengal

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Die irakische Zentralregierung und die südkurdische PDK haben ein Abkommen zur Zukunft von Şengal beschlossen. Bei zahlreichen bekannten ezidischen Persönlichkeiten stößt die Vereinbarung auf breite Ablehnung. Sie befürchten zudem einen weiteren Genozid. ANF / REDAKTION, 23. Okt. 2020. Mehrere ezidische Persönlichkeiten haben eine Erklärung zu dem zwischen der irakischen Zentralregierung und der südkurdischen Autonomieregion geschlossenen Abkommen zur Zukunft von Şengal abgegeben. Unter den Unterzeichnenden der Deklaration befinden sich Akademiker*innen, Würdenträger und Vertreter*innen aus verschiedenen Ländern und den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zusammenhängen sowie Unterstützer*innen der Ezidinnen und Eziden.„Als friedfertige Gemeinschaft freuen wir uns immer, wenn unterschiedliche Nationen und Religionen nicht auf Konfrontationen und Konflikte setzen sondern auf Dialog und Kompromisse. Insofern ist jede ernsthafte Annäherung zwischen Bagdad…

Kritik von der Frauenbewegung an ENKS-Initiative gegen Ko-Vorsitz

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Der Kurdische Nationalrat ENKS wird von der Frauenbewegung Kongreya Star für seinen Angriff auf das Modell des Ko-Vorsitzes kritisiert. Der aus „patriarchalen Parteien“ bestehende ENKS greife so die Frauenorganisierung an. ANF / REDAKTION, 23. Okt. 2020. Remziye Mihemed von der Koordination der Frauenbewegung in Nord- und Ostsyrien kritisiert den „Kurdischen Nationalrat“ ENKS scharf für dessen Angriff auf das Modell des Ko-Vorsitzes. Der ENKS stellt einen verlängerten Arm der PDK (Demokratischen Partei Kurdistans) in Südkurdistan dar und hat auch immer wieder militärisch mit dem türkischen Faschismus kollaboriert. Im Rahmen des Aufbaus einer „Kurdischen Einheit“ finden dennoch Gespräche mit diesem Bündnis aus Kleinparteien statt. Dazu hatte das neue Bündnis „Parteien der geeinten Nation Kurdistan“ (PYNK) Treffen mit dem ENKS organisiert. Die Bevölkerung nahm diese Initiative sehr positiv auf, und die Führung der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) konnte …

Nach welchen Kriterien wurden IS-Mitglieder freigelassen?

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In Nordostsyrien kamen kürzlich 631 ehemalige IS-Anhänger in den Genuss einer Amnestie. Nach welchen Kriterien die vermeintlichen Ex-Dschihadisten freigelassen wurden, erläutert der Vorsitzende der Volksverteidigungsgerichte, Hesen Silêman. ERSIN ÇAKSU / QAMIŞLO, 23. Okt. 2020. Die in Nord- und Ostsyrien inhaftierten Dschihadisten des selbsternannten „Islamischen Staats“ (IS) stellen nach wie vor das Hauptproblem für die Autonomiegebiete dar. Bei der Frage zum juristischen Umgang erwägt die internationale Gemeinschaft jedoch weiterhin keine Schritte, die Dschihadisten für ihre Taten zur Verantwortung zu ziehen. Islamisten, die in Syrien und anderen Ländern im Namen des IS Menschenrechtsverbrechen begangen haben, bleiben so von der Justiz unberührt. Die Politik der Straflosigkeit ermutigt die Miliz und ähnliche Strukturen zu neuen Verbrechen.Während die globale Welt an ihrer Haltung festhält, das IS-Problem ausschließlich als militärische Angelegenheit zu b…