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47 IS-Frauen und Kinder aus Rojava nach Frankreich zurückgeführt

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Nach einem Treffen zwischen Vertreter:innen der AANES und der französischen Regierung in Qamişlo sind 15 IS-Frauen und 32 Kinder aus Camp Roj nach Frankreich zurückgeführt worden. Die Erwachsenen wurden der Justiz übergeben.   ANF / REDAKTION, 24. Jan. 2023. Frankreich hat 47 seiner Staatsangehörigen aus der Autonomieregion Nord- und Ostsyrien zurückgeführt. Dabei handelt es sich um 15 Frauen und 32 Kinder, die als Angehörige des Islamischen Staates (IS) in Camp Roj interniert waren. Das französische Ministerium für Europa und Auswärtige Angelegenheiten teilte mit, dass die Minderjährigen in die Obhut für Kinder- und Jugendschutz zuständiger Stellen gekommen sind, wo sie medizinisch und sozial betreut werden. Die Erwachsenen wurden demnach den Justizbehörden übergeben. Im Vorfeld der Rüc

IS-Gouverneur von Raqqa gefasst

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Bei der am Mittwoch gestarteten Operation gegen islamistische Strukturen in Nordsyrien sind über siebzig mutmaßliche IS-Mitglieder gefasst worden, darunter auch der IS-Gouverneur von Raqqa. Die Offensive wird fortgesetzt.   ANF / REDAKTION, 26. Jan. 2023. Die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) haben in den ersten Stunden der am Mittwoch gestarteten Operation gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) 68 mutmaßliche Islamisten gefasst, darunter den „Wali“ (Gouverneur) von Raqqa. Die Offensive findet als Antwort auf den Anschlag vom 26. Dezember 2022 statt, mit dem internierte Islamisten befreit werden sollten. Bei dem Anschlag kamen sechs Mitglieder der Sicherheitskräfte und der QSD ums Leben. Die aktuelle Operation trägt den Titel „Vergeltung für die Gefallenen von Raqqa" und wird

26. Januar 2015 – Die Befreiung von Kobanê

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Kobanê ist das Symbol für den demokratischen Aufbruch in einer Region, die von Kriegen zerrüttet ist. 134 Tage dauerte der Widerstand gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“, bis am 26. Januar 2015 die Befreiung der Stadt verkündet wurde.   ANF / KOBANÊ, 26. Jan. 2023. Im September 2014 erschütterte der Vormarsch der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) den Mittleren Osten und die ganze Welt. Die unter anderem mit erbeuteten Waffen aus irakischen Beständen – von mehr als zwei Dutzend Ländern, darunter Russland, China, den USA sowie aus mehreren EU-Ländern inklusive Deutschland - hochgerüstete Terrororganisation hatte nach der kampflosen Einnahme von Mossul im Nordirak und dem Genozid im ezidischen Kerngebiet Şengal ihr Augenmerk auf den Norden von Syrien, vor allem Kobanê gerichtet

Kommentar: Russland inszeniert Komplott gegen Rojava

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Russland zwingt Damaskus und Ankara zu einem Kompromiss und versucht gleichzeitig, die Selbstverwaltung durch die Drohkulisse der Türkei zu disziplinieren. Zu diesem Plan könnte auch ein türkischer Angriff auf Kobanê gehören.   ZEKÎ BEDRAN / QAMIŞLO, 26. Jan. 2023. Von Zeit zu Zeit gibt der russische Außenminister Sergej Lawrow, um das politische Klima in Syrien anzuheizen, Erklärungen wie „Die USA wollen, dass die Kurden einen Staat gründen“ ab. Lawrow selbst ist einer derjenigen, die am besten wissen, dass dies nichts ist, was die Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien und die kurdische Bevölkerung wollen. Auch in von Russland ausgearbeiteten Lösungsvorschlägen wurde eine „kulturelle Autonomie“ der Kurd:innen definiert. Die kurdische Seite hat immer wieder klargestellt, dass sie die ter

Mindestens 52 Hinrichtungen in Rojhilat im Jahr 2022

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Nirgendwo sonst in der Welt sind im vergangenen Jahr so viele Hinrichtungen bekannt geworden wie im Iran. Dort wurde 2022 mehr als 500-mal die Todesstrafe vollstreckt. In mindestens 52 Fällen wurden Kurdinnen und Kurden hingerichtet.   ANF / REDAKTION, 22. Jan. 2023. Nirgendwo sonst in der Welt sind im vergangenen Jahr so viele Hinrichtungen bekannt geworden wie im Iran. Dort wurde 2022 mehr als 500-mal die Todesstrafe vollstreckt, berichteten verschiedene NGOs in ihren Jahresberichten über die Menschenrechtslage in dem von einem Mullah-Regime geführten Land. Die Organisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) mit Sitz in den USA registrierte sogar 565 vollstreckte Todesurteile, zwei davon öffentlich. Damit wurden im Jahr 2022 mehr Menschen hingerichtet als in den fünf Jahren zuvor

Vor 77 Jahren wurde die Komara Kurdistanê ausgerufen

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Die heute vor 77 Jahren in Mahabad ausgerufene Komara Kurdistanê steht bis heute ungebrochen als Symbol des kurdischen Befreiungskampfes und der kurdischen Selbstverwaltung.   ANF / REDAKTION, 22. Jan. 2023. Am 22. Januar 1946 wurde in der Stadt Mahabad in Iran die „Komara Kurdistanê“ ausgerufen. Obwohl sehr kurzlebig, gilt die knapp elf Monate existierende kurdische Republik bis heute als Symbol kurdischer Selbstverwaltung. Trotz ihrer historischen Bedeutung bis in die Gegenwart etwas ein Stiefkind der Geschichtsforschung geblieben, wollen wir an ihrem 77. Jahrestag die mit Hilfe der Sowjetunion gebildete erste kurdische Republik in einer Kompilation zweier Artikel des Historikers und intimen Kenners der kurdischen Geschichte Nick Brauns dennoch wieder einmal in Erinnerung rufen. Mehrfach

Autonomierat Şengal: Die Gefahr eines Völkermords besteht weiter

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Der Demokratische Autonomierat Şengal misst der Anerkennung des Völkermords an der ezidischen Gemeinschaft durch den Bundestag große Bedeutung bei, weist jedoch darauf hin, dass die Gefahr eines Genozids weiterhin besteht.   ANF / ŞENGAL, 21. Jan. 2023. Der Demokratische Autonomierat Şengal hat eine Erklärung zur Anerkennung des Völkermords an der ezidischen Gemeinschaft durch den deutschen Bundestag abgegeben. „Wir bedanken uns beim deutschen Staat und Parlament. Die Entscheidung ist für die ezidische Gemeinschaft von großer Bedeutung und alle Länder müssen den Völkermord auf gleiche Weise anerkennen“, heißt es in der Erklärung. Der Autonomierat betont jedoch, dass eine verbale Anerkennung nicht ausreicht und praktische Schritte folgen müssen. Die Gefahr eines Genozids sei für die Ezidinn