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Abdi: QSD ziehen sich in kurdische Gebiete zurück

Die Demokratischen Kräfte Syriens haben sich zum Schutz der Zivilbevölkerung in die kurdischen Gebiete zurückgezogen. Der Oberkommandierende Mazlum Abdi sagt: Rojava ist unsere rote Linie.

Rojava ist unsere rote Linie
 
ANF / REDAKTION, 20. Jan. 2026, 18:17

Angesichts der anhaltenden Angriffe auf Rojava haben die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) ihre Einheiten in mehrheitlich kurdisch besiedelte Gebiete verlegt. Das sagte QSD-Generalkommandant Mazlum Abdi am Dienstag der Nachrichtenagentur ANHA. Ziel sei es, die Bevölkerung vor „barbarischen Angriffen“ zu schützen.

„Wir verurteilen die brutalen Angriffe und die gezielte Tötung von Kurd:innen. Wir bekunden unseren Respekt für den Widerstand der Bevölkerung und der Kämpfer:innen in allen Gebieten, die diesen Angriffen ausgesetzt sind.

Die Angriffe auf die Hafteinrichtungen für IS-Söldner und ihre Familien in Şedadê und al-Hol haben sich gefährlich verschärft. Seit gestern Abend wird das Camp Hol mit Gewalt angegriffen und es wird versucht, es zu stürmen und gewaltsam unter Kontrolle zu bringen. Wachen im Lager wurden von Militärkonvois, gepanzerten Fahrzeugen und Panzern angegriffen und zum Rückzug gezwungen.

Die syrische Übergangsregierung setzt ihre heftigen Angriffe auf die Städte Hesekê und das Umland sowie auf die Stadt Kobanê fort. Damaskus ignoriert alle Waffenstillstandsinitiativen der letzten zwei Wochen. Wir haben uns in die Gebiete mit kurdischer Mehrheit zurückgezogen. Der Schutz der kurdischen Gebiete ist eine rote Linie. Wir werden sie ohne Zögern verteidigen. Wir fordern die internationale Koalition auf, ihrer Verantwortung beim Schutz der Hafteinrichtungen des IS nachzukommen.“

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