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Marsch von Wan nach Colemêrg gestartet

 


Mit einer großen Demonstration in Wan wurde der Marsch „Respekt vor dem Willen“ von Marmara nach Colemêrg begrüßt und ging von dort in die nächste Etappe. Tausende protestierten dabei gegen die Einsetzung eines Zwangsverwalters in Colemêrg.

„Respekt vor dem Willen“

Der Protest gegen den Kommunalputsch von Colemêrg (tr. Hakkari) geht weiter. Ein Protestmarsch unter dem Motto „Respekt vor dem Willen“ hat in Marmara und der Ägäis im Westen begonnen und erreichte über Ankara, Adana, Êlih (Batman) und Amed (Diyarbakir) am Mittwoch Wan (Van). Dort nahmen Tausende am Auftakt für die nächste Sechstagesetappe nach Colemêrg teil. Die Teilnehmenden werden die Entfernung von Wan nach Colemêrg, etwa 210 Kilometer, vollständig zu Fuß zurücklegen.


Die Demonstration in Wan begann mit einer Kundgebung im Musa-Anter-Park. Es nahmen neben dem Ko-Vorsitzenden der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, viele weitere Abgeordnete sowie Ko-Bürgermeister:innen und Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen teil.

Wir werden kein Futter für kolonialistische Geier sein“

Auf Plakaten hieß es: „Die Hoffnung der Welt lässt sich nicht isolieren“, „Wir werden die Falken der Freiheit für unser Land sein, kein Futter für kolonialistische Geier“, „Die Gemeinden gehören uns, wir werden keine Usurpation zulassen“ und „Kein Fußbreit den Zwangsverwaltern und dem Faschismus. Erkennt den Willen des Volkes an!“. Die Menschen riefen immer wieder „Colemêrg gehört uns!“.

Stellt keine Wahlurnen auf, wenn ihr den Willen der Menschen nicht anerkennt“

Bakırhan warf dem Regime vor, willkürlich gewählte Vertreter:innen unter verschiedenen Vorwänden durch Zwangsverwalter zu ersetzen, und warnte: „Stellt entweder keine Wahlurnen auf oder schreibt darauf, dass Kurdinnen und Kurden nicht wählen dürfen. Markiert die Häuser der Kurden mit roten Kreuzen. Aber wenn ihr eine Wahlurne aufstellt, dann habt ihr die Ergebnisse zu respektieren. Wenn ihr sie nicht respektiert, werden die Menschen, die gewählt haben, ihren Willen verteidigen.“

Nach der Kundgebung begann die Demonstration, an der sich Tausende beteiligten und die von Anwohner:innen mit Applaus begrüßt wurde.

Marsch erreicht Payîzava


Mit Eintritt der Dunkelheit erreichen die Teilnehmenden Payîzava (c) ma

Anschließend begann die erste Etappe des Marsches nach Colemêrg. Die Teilnehmenden zogen von Wan in die Kreisstadt Payîzava (Gürpınar). Auf der zwanzig Kilometer langen Strecke wurden die Aktivist:innen und Politiker:innen mit Applaus und Begeisterung empfangen. Als die Aktivist:innen in Payîzava eintrafen, war bereits die Dunkelheit hereingebrochen, die Aktivist:innen leuchteten mit ihren Telefonen und gaben so ein vielfarbiges Bild ab. Nach einer Versammlung im Norduz-Park endete der Tag im gemeinsamen Essen und Kreistänzen. Die Teilnehmenden verbrachten die Nacht in Zelten im Park. Heute soll der Marsch nach Xoşep weitergehen.

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