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Frau in Dêrik von ihrem Cousin ermordet

In einem Dorf bei Dêrik ist eine Frau von ihrem Cousin ermordet worden. Sie wurde vom Frauendachverband Kongreya Star in Dêrik beerdigt.



Wie der Frauendachverband Kongreya Star mitteilt, ist eine Frau im Dorf Carûdiyê bei Dêrik von ihrem Cousin ermordet worden. Die Frau war Mutter eines fünf Monate alten Babys und wurde mit einem Jagdgewehr erschossen. Sie erlag noch am Tatort ihren Schussverletzungen. Der Leichnam wurde zunächst ins Krankenhaus in Dêrik gebracht.
Die Angehörigen des Feminizid-Opfers weigerten sich, die Tote auf dem Dorffriedhof zu bestatten. Daraufhin wurde die Beerdigung von Kongreya Star organisiert und fand in Dêrik statt. Der Frauendachverband verurteilte den Feminizid. Im Namen von Kongreya Star erklärte Wesfa Murad: „Wir verurteilen den Mord und versprechen, Frauen unter allen Umständen zu schützen. Der Mord an einer Frau betrifft alle Frauen weltweit. Kongreya Star kämpft gegen Verbrechen an Frauen. Die Täter werden nach der in Nord- und Ostsyrien geltenden Gesetzgebung bestraft.“

(Wird ein Mädchen oder eine Frau umgebracht, um die Familienehre wieder herzustellen, dann wird die Leiche nicht beerdigt, sondern weit weg vom Dorf den Hunden zu Fraß vorgeworfen. In Nordkurdistan (Diyarbakır) war die Frauenbewegung vor einem Dutzend Jahren so stark und selbstbewußt, dass sie selbst für eine ordentliche Beerdigung mit einem aufgeklärten Imam sorgte.
Umso bemerkenswerter, dass die Frauenbewegung in Rojava diese vergessene feministische Tradition wieder zum Leben erweckt. Red. des Info)

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