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PYD verurteilt Angriff auf Parteibüro in Hesekê


Nach der Verwüstung ihres Büros in Hesekê spricht die PYD von gezielten Angriffen auf kurdische Symbole und die Frauenrevolution. Die Partei sieht einen Zusammenhang mit dem Übergriff auf das Zentrum der Gefallenenfamilien in Til Temir.

Angriffe bedrohen den gesellschaftlichen Frieden
 
ANF / HESEKÊ / , 14. Okt. 2026.

Die Partei der Demokratischen Einheit (PYD) hat die Verwüstung ihres Büros im Stadtteil Xiwêran in Hesekê verurteilt und eine umfassende Untersuchung der Angriffe gefordert. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung bezeichnete der Vorstand der Partei die Übergriffe auf kurdische Symbole und Gedenkbilder gefallener Frauen als Bedrohung für den gesellschaftlichen Frieden, die politische Betätigungsfreiheit und das Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen in Nordostsyrien.

Am Dienstag waren Unbekannte gewaltsam in das PYD-Büro eingedrungen, hatten Türen aufgebrochen und die Räumlichkeiten verwüstet. Dabei wurden kurdische Symbole und insbesondere Gedenkbilder von Frauenpersönlichkeiten der Revolution angegriffen und entwendet. Anschließend wurden Bilder gefallener Frauen öffentlich geschändet und Aufnahmen davon in sozialen Medien verbreitet. Laut Behörden wurde eine tatverdächtige Person inzwischen festgenommen.

PYD sieht Zusammenhang mit Angriff in Til Temir

Die PYD erinnert daran, dass wenige Tage zuvor bereits das Zentrum des Rates der Gefallenenfamilien in Til Temir angegriffen worden war. Die Partei sieht in den Vorfällen eine gezielte Entwicklung, die sich gegen das gesellschaftliche Zusammenleben richtet. „Die Angriffe in Til Temir und nun auch in Hesekê sowie die Zerstörung unseres Büros sind ein Hinweis auf einen systematischen Plan, dessen Ziel es ist, das gemeinsame Leben anzugreifen“, erklärte der Generalrat.

Das Büro in Xiwêran sei nicht nur eine Parteieinrichtung gewesen, sondern auch ein Ort gesellschaftlicher Organisierung und der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Die Angriffe bedrohten deshalb nicht allein die PYD, sondern auch die politische Organisierung und das Zusammenleben in der Region. In den Übergriffen erkennt die Partei eine rassistische Haltung, die an die Praktiken des früheren Baath-Regimes erinnere. „Dessen Politik hat auf der Ausgrenzung anderer Identitäten und der Ablehnung gesellschaftlicher Vielfalt beruht.“

Aufklärung und Schutz politischer Einrichtungen gefordert

Die PYD fordert die zuständigen Behörden auf, Parteibüros und zivile Einrichtungen wirksam zu schützen, die Angriffe aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Zugleich müssten Maßnahmen ergriffen werden, um weitere Übergriffe zu verhindern. An die politischen und gesellschaftlichen Kräfte sowie die Bevölkerung Syriens richtet die Partei den Appell, Provokationen und Hass zurückzuweisen und am Dialog festzuhalten. „Wir rufen dazu auf, sich zum Dialog und zum gemeinsamen Leben zu bekennen und den gesellschaftlichen Frieden zu schützen“, heißt es abschließend in der Erklärung.

 

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