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Frauenverband TAJÊ gedenkt der in Mossul verbrannten Ezidinnen


Zehn Jahre nach der Ermordung von 19 ezidischen Frauen durch den IS hat die TAJÊ in Şengal an die Opfer erinnert. Die Frauen waren 2016 in Mossul öffentlich bei lebendigem Leib verbrannt worden, nachdem sie sich der Versklavung widersetzt hatten.

 
ANF / ŞENGAL, 2. Juni 2026.

Die Bewegung der freien ezidischen Frauen (TAJÊ) hat an die 19 Ezidinnen erinnert, die am 3. Juni 2016 von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Mossul ermordet wurden. Anlässlich des zehnten Jahrestages der Tat versammelten sich Aktivistinnen vor dem Sitz des Volksrats von Şengal und forderten Gerechtigkeit für die Opfer des Genozids an der ezidischen Gemeinschaft.

Die 19 Frauen gehörten zu den Tausenden Ezid:innen, die nach dem Völkermord in Şengal am 3. August 2014 vom IS verschleppt worden waren. Sie wurden auf einem öffentlichen Platz im Zentrum von Mossul in Eisenkäfigen bei lebendigem Leib verbrannt. Die Frauen hatten sich geweigert, sich den IS-Mitgliedern als Sexsklavinnen zu unterwerfen und ihren Glauben aufzugeben. Die Hinrichtung erfolgte vor Hunderten Menschen und wurde von der Terrormiliz zur Einschüchterung der Bevölkerung inszeniert.


Die öffentliche Verbrennung der 19 Frauen gilt als eines der grausamsten Verbrechen, die der IS während des Genozids an der ezidischen Gemeinschaft verübte. In ihrer Erklärung erinnerte die TAJÊ an das Schicksal der ermordeten Frauen und bekräftigte die Forderung nach Aufarbeitung und Bestrafung der Verantwortlichen. „Als TAJÊ gedenken wir der ermordeten Frauen und erneuern unser Versprechen. Wir werden sie niemals vergessen und niemals zulassen, dass sie vergessen werden“, erklärte Rîham Hesen.

Die TAJÊ-Sprecherin verwies auf das Ausmaß der Verbrechen, die im Zuge des Völkermords an den Ezid:innen begangen wurden. „Was unserer Gemeinschaft angetan wurde, hat in der Geschichte kaum ein Beispiel. Wir rufen Frauenorganisationen dazu auf, sich für Gerechtigkeit zu erheben.“ Die Stimmen der ermordeten Frauen dürften nicht verstummen, forderte Hesen.

„Als Bewegung freier ezidischer Frauen werden wir unseren Kampf für Gerechtigkeit fortsetzen und uns weiterhin für die Aufarbeitung der Verbrechen einsetzen. Wir werden Widerstand leisten, bis Gerechtigkeit geschaffen ist und diejenigen, die den Ferman verübt haben, zur Rechenschaft gezogen werden“, betonte Rîham Hesen. Nach der Ansprache endete die Gedenkveranstaltung mit den Parolen „Rihê Şehîdên Jin sax be“, „Bijî Berxwedana Jinan“ und „Jin Jiyan Azadî“.

 

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