Vertreter:innen für syrischen Volksrat in Hesekê, Qamişlo und Kobanê bestimmt
In den Städten Hesekê, Qamişlo und Kobanê ist der Wahlprozess zur Bestimmung von Vertreter:innen für den syrischen Volksrat abgeschlossen worden. Die Abstimmung erfolgte im Rahmen des nachträglich eingerichteten Wahlverfahrens.
In den Städten Hesekê, Qamişlo und Kobanê ist am Sonntag der Wahlprozess zur Ernennung von Vertreter:innen für den syrischen Volksrat abgeschlossen worden. Die Abstimmung wurde von zuvor gebildeten Wahlkommissionen organisiert und unter umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt.
Gewählt wurde unter anderem im Gebäude der Provinzverwaltung Hesekê, im ehemaligen Kulturzentrum der Stadt sowie im Gebäude der Ingenieurskammer in Qamişlo. Auch in Kobanê waren eigene Wahlzentren eingerichtet worden.
Nach den veröffentlichten Ergebnissen wurden in Qamişlo Ridwan Sîdo, Ebdulhelîm Elî, Kîm Îbrahîm und Mehmûd Madî in den Volksrat gewählt. Für Hesekê wurden Îbrahîm El Hebeş, Umer El Hayîs und Fesla Yûsif bestimmt. In Kobanê setzte sich Ferhad Enwer Şahîn durch. Şewax Îbrahîm Esaf wurde als Vertreter von Şêxler gewählt.
Im Rahmen des Verfahrens wurden für die Provinz Hesekê insgesamt neun Sitze vergeben: drei aus Hesekê, vier aus Qamişlo und zwei aus Dêrik. Die beiden Vertreter:innen aus Dêrik wurden ohne Abstimmung bestimmt. Der Sitz für Serêkaniyê war bereits zuvor festgelegt worden. In Kobanê wurden zwei Vertreter:innen aus insgesamt elf Kandidierenden gewählt.
Die Abstimmung erfolgte mehr als ein halbes Jahr nach dem Ausschluss der Autonomieregion Nordostsyriens von den ursprünglichen Wahlen zum syrischen Volksrat. Die Übergangsregierung hatte die Abstimmung in Rojava zunächst ausgesetzt und anschließend ein gesondertes Verfahren zur Bestimmung von Vertreter:innen eingerichtet.
Der neue Volksrat soll insgesamt aus 210 Mitgliedern bestehen. 70 Sitze werden direkt durch den Präsidenten der syrischen Übergangsregierung vergeben. Bereits im Vorfeld hatten 24 kurdische Parteien Kritik an dem Wahlmechanismus geäußert. Sie erklärten, die vorgesehene Repräsentation werde weder der politischen Bedeutung noch der demografischen Realität der Kurd:innen in Syrien gerecht.
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