Rückkehrende finden Efrîn verwüstet vor
Nach Wochen des stockenden Rückkehrprozesses haben weitere Vertriebene Efrîn erreicht. Viele Familien fanden ihre Häuser geplündert, verwüstet oder unbewohnbar vor.
Weitere Gruppen vertriebener Bewohner:innen sind in den vergangenen Tagen aus verschiedenen Regionen Nordostsyriens nach Efrîn zurückgekehrt. Während die vierte Rückkehrgruppe am Samstag ihre Heimatorte erreichte, machte sich am Sonntag bereits eine fünfte Gruppe auf den Weg in die Region. Für viele Rückkehrer:innen endete die Heimkehr jedoch mit einem Schock. In zahlreichen Dörfern und Stadtteilen stießen Familien auf massive Zerstörungen und Spuren systematischer Plünderungen.
Besonders aus dem Kreis Şera wurden Bilder bekannt, die das Ausmaß der Verwüstung zeigen. Zahlreiche Häuser sind unbewohnbar. Türen und Fenster wurden herausgerissen, Wände beschädigt und selbst Fliesen aus den Gebäuden entfernt. Viele Innenräume wurden vollständig ausgeräumt. Auch landwirtschaftliche Flächen und Obstgärten wurden schwer beschädigt. Die Nachrichtenagentur ANHA berichtete, dass zahlreiche Bäume gefällt und Anbauflächen verwüstet worden sind.
Die vierte Rückkehrgruppe bestand aus rund tausend Familien. Ein Teil
der Menschen erreichte Efrîn bereits am Samstagabend, weitere Familien
trafen in der Nacht zum Sonntag ein. Die fünfte Gruppe mit ebenfalls
etwa tausend Personen brach am Sonntagnachmittag aus Qamişlo in Richtung
Efrîn auf. Seit März kehren damit schrittweise immer mehr Vertriebene
in die Region zurück. Bereits Anfang März hatte eine erste größere
Gruppe Efrîn erreicht. Weitere organisierte Rückkehrfahrten folgten im
April.
Die Rückkehr erfolgt auf Grundlage eines Abkommens zwischen den
Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der syrischen
Übergangsregierung. Es soll Vertriebenen die Rückkehr in die Region
ermöglichen, die seit dem Angriffskrieg im Jahr 2018 unter Besatzung der
Türkei und mit ihr verbündeter Dschihadistenmilizen stand.
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