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Kampagne zur Verteidigung der Frauenrevolution gestartet

 

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Women Defend Rojava hat eine neue Kampagne zur Verteidigung der Frauenrevolution von Rojava gestartet. Das Bündnis warnt vor gezielten Angriffen auf Frauen und ihre Strukturen und fordert internationale Unterstützung für ihre Errungenschaften.

Women Defend Rojava
 
ANF / REDAKTION, 21. April 2026.

Das internationalistische Bündnis „Women Defend Rojava“ hat am Dienstag eine neue Kampagne zur Verteidigung der Errungenschaften der Frauenrevolution von Rojava gestartet. Unter dem Motto „für ein freies und demokratisches Leben“ rufen die Aktivistinnen dazu auf, die in den vergangenen Jahren aufgebauten Strukturen und Rechte von Frauen zu schützen und sichtbar zu machen.

Kriegswaffe Angriffe auf Frauen

Hintergrund sind Angriffe auf Frauen und ihre Organisationen im Zuge der Offensive der syrischen Übergangsregierung gegen die Selbstverwaltung im Januar, in deren Verlauf Frauen laut Women Defend Rojava gezielt zur Zielscheibe gemacht wurden. „Diese Angriffe gegen Frauen sind eine Kriegswaffe, die dazu dient, die gesamte Gesellschaft zu unterdrücken“, heißt es in dem Aufruf. Frauen seien ermordet, gefoltert und verschleppt worden, während ihre Einrichtungen zerstört oder geplündert wurden. Die Kampagne versteht diese Entwicklungen nicht nur als einzelne Gewaltakte, sondern als gezielte Strategie. „Mit dem Angriff auf Frauen wird die gesamte Gesellschaft, ein freies Leben und eine freie Zukunft angegriffen“, betonen die Initiatorinnen.

Errungenschaften stehen nicht zur Disposition

Gleichzeitig verweisen die Aktivistinnen auf die politischen Entwicklungen seit dem Abkommen vom 29. Januar, das einen Waffenstillstand sowie eine Integration der Selbstverwaltung in staatliche Strukturen vorsieht. Der Konflikt habe sich seither teilweise von der militärischen Ebene an den Verhandlungstisch verlagert. Eine grundlegende Veränderung der politischen Haltung sieht das Bündnis jedoch nicht. Es kritisiert, dass Akteure, die zuvor an Angriffen beteiligt gewesen sind, nun Teil der Verhandlungen sind.

Zentraler Streitpunkt bleibt die Zukunft der Frauenrechte. Während in anderen Bereichen wie militärischen Fragen oder Infrastruktur Fortschritte erzielt wurden, sind die Rechte von Frauen im Abkommen bislang nicht verankert. „Die Folgen des Abkommens für das Leben der Frauen sind noch immer ungewiss“, heißt es in dem Text. Gleichzeitig machen die Aktivistinnen deutlich, dass die bisherigen Errungenschaften nicht zur Disposition stehen. „Die Errungenschaften von über 15 Jahren Kampf werden nicht aufgegeben“, betonen sie und unterstreichen die zentrale Rolle des Widerstands von Frauen in Rojava.

Wöchentliche Beiträge zu verschiedenen Bereichen der Frauenorganisierung

Die Kampagne soll diese Perspektive sichtbar machen. Geplant sind wöchentliche Beiträge zu verschiedenen Bereichen der Frauenorganisierung sowie Videobotschaften aus der Region. Darin berichten Frauen über den aktuellen Stand der Verhandlungen und darüber, welche Strukturen sie aufgebaut haben, und was es nun konkret zu verteidigen gilt. Zum Abschluss rufen die Initiatorinnen zur internationalen Beteiligung auf. Die Verteidigung der Frauenrevolution sei keine lokale Frage, sondern betreffe Frauen weltweit. „Bijî Şoreşa Jinan – Es lebe die Revolution der Frauen“, betont Women Defend Rojava. Der Slogan des Widerstands bleibt dabei zentral: „Jin Jiyan Azadî – Frauen, Leben, Freiheit.“

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