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Dritte Gruppe von Vertriebenen kehrt nach Efrîn zurück

 


Eine weitere Gruppe von Vertriebenen aus Efrîn ist auf dem Weg zurück in ihre Heimat. Die Rückkehr erfolgt im Rahmen einer Vereinbarung und folgt auf zwei vorherige Rückkehrbewegungen.

Rückkehr erfolgt im Rahmen eines Abkommens
 
ANF / QAMIŞLO, 14. April 2026.

Eine weitere Gruppe von Vertriebenen aus Efrîn (Afrin) ist auf dem Weg in ihre Heimat. Es handelt sich um die dritte Gruppe, die im Rahmen einer entsprechenden Vereinbarung die Rückkehr antritt. Die Menschen versammelten sich am Morgen westlich der Stadt Qamişlo und machten sich von dort aus in einem Konvoi aus Fahrzeugen und Bussen auf den Weg nach Efrîn. Die Rückkehr erfolgt im Kontext des Abkommens zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der syrischen Übergangsregierung vom 29. Januar, das die schrittweise Rückkehr von Vertriebenen in die Region vorsieht.

Rückkehr in mehreren Etappen

Bereits zuvor waren zwei Gruppen nach Efrîn zurückgekehrt. Die erste Gruppe mit rund 400 Personen erreichte ihr Ziel am 9. März. Eine zweite Gruppe mit etwa 200 Menschen folgte am 4. April. Mit der aktuellen Bewegung wird der Prozess der Rückkehr weiter fortgesetzt. Angaben zur Größe der dritten Gruppe wurden zunächst nicht gemacht.


Einst sicherste Region Syriens

Die Region Efrîn wurde im März 2018 von der Türkei und mit Ankara verbündeten dschihadistischen Milizen besetzt. Mit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffs zwei Monate zuvor wurde die zuvor als sicherste Region Syriens geltende Gegend zum Schauplatz systematischer Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen. Die türkische Besatzungsmacht verfolgte neben einer klassischen Kolonialpolitik auch eine Politik der ethnischen Säuberung. Mehr als 400.000 Menschen wurden aus ihren angestammten Siedlungsgebieten vertrieben. Gleichzeitig wurde die Region gezielt demografisch umgestaltet, indem islamistische Milizen und deren Familien angesiedelt wurden.

Efrîn praktisch vollständig ausgeplündert

Entführungen, Folter, Erpressung, Mord, Plünderungen sowie Artillerieangriffe prägten den Alltag der verbliebenen kurdischen Bevölkerung Efrîns – vielfach unter faktischer Duldung der internationalen Staatengemeinschaft. Mit dem Januar-Abkommen wurde die Rückkehr der Vertriebenen beschlossen. Doch die Bedingungen, die die Vertriebenen vorfinden, unterscheiden sich deutlich von ihren Erwartungen. Im Zuge der Invasion angesiedelte Araber:innen aus verschiedenen Ländern haben Efrîn vor ihrem Abzug geplündert und zahlreiche Häuser sowie öffentliche Einrichtungen ausgeräumt.

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