Rojhilat-Koalition ruft zu gemeinsamer demokratischer Bewegung in Iran auf
Das Bündnis der politischen Kräfte aus Rojhilat ruft die Völker in Iran zu gemeinsamer demokratischer Zusammenarbeit gegen das Regime auf. Zugleich richtet es einen Dialog- und Kooperationsaufruf an die aserbaidschanische Bevölkerung.
Die Koalition der politischen Kräfte aus Ostkurdistan hat sich in einer Erklärung zu den aktuellen Entwicklungen in Iran geäußert. Darin richtet sich der Zusammenschluss sowohl an die verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Iran als auch an demokratische Kräfte im Land, an die aserbaidschanische Bevölkerung sowie an die Nachbarländer.
Die Allianz betont, dass sie sich in dieser sensiblen Phase des politischen Kampfes auf die historische Tradition und die Grundsätze der kurdischen nationalen und demokratischen Bewegung stütze. Zugleich sehe man sich angesichts der aktuellen Lage in Iran in einer besonderen historischen Verantwortung. Vor diesem Hintergrund unterstreicht das Bündnis erneut die Notwendigkeit von Solidarität und Zusammenarbeit zwischen allen demokratischen Kräften und unterdrückten Bevölkerungsgruppen in Iran. „Ziel ist es, den Übergang von der despotischen Herrschaft zu ermöglichen und die Grundlage für eine demokratische Zukunft zu schaffen.“
Ein dauerhaft stabiles politisches System in Iran könne nur entstehen, wenn die nationalen Rechte der verschiedenen Völker anerkannt werden, so das Bündnis. Voraussetzung sei ein demokratisches System, das auf Gerechtigkeit und Gleichheit beruht und in dem die grundlegenden Rechte und Freiheiten aller Bürger:innen garantiert sind. Das Bündnis der politischen Kräfte aus Rojhilat erklärte zudem seine Bereitschaft, mit allen demokratischen politischen und zivilgesellschaftlichen Kräften zusammenzuarbeiten, um ein freies, demokratisches und pluralistisches Iran aufzubauen.
Aufruf an die aserbaidschanische Bevölkerung
Ein zentraler Teil der Erklärung richtet sich an die aserbaidschanische Bevölkerung in Iran. „Unsere aserbaidschanischen Brüder und Schwestern“, heißt es in dem Schreiben. Historisch betrachtet hätten Aseris und Kurd:innen in zahlreichen Städten und Regionen – insbesondere in Aserbaidschan und Kurdistan – über lange Zeiträume hinweg Seite an Seite gelebt. „Die Zukunft dieser Regionen muss daher auf Zusammenarbeit, gemeinsamer Verwaltung und der Garantie gleicher Rechte für alle Bevölkerungsgruppen beruhen.“
In Regionen mit gemischter Bevölkerung unterstütze das Bündnis den Aufbau gemeinsamer lokaler Verwaltungsstrukturen, die die gesellschaftliche Zusammensetzung der Bevölkerung widerspiegeln und den Willen der Menschen vor Ort berücksichtigen. Dauerhafte Sicherheit und Stabilität seien nur möglich, wenn alle Bevölkerungsgruppen – sowohl in Aserbaidschan als auch in Kurdistan und anderen Regionen – gleiche politische, kulturelle und sprachliche Rechte besitzen und die lokale Verwaltung durch demokratische und rechenschaftspflichtige Institutionen organisiert wird. Das Bündnis erklärte, es strecke weiterhin die Hand zur Zusammenarbeit gegenüber der aserbaidschanischen Bevölkerung und ihren politischen Kräften aus. Man sei bereit, Mechanismen für Dialog, Koordination und Zusammenarbeit zu schaffen, um insbesondere in gemeinsamen Regionen Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten.
„Die Zukunft der Region muss auf einem Zusammenleben basieren, das von gegenseitigem Respekt und gleichberechtigter Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen geprägt ist.“ Zugleich erinnert das Bündnis an die historischen Beziehungen zwischen dem kurdischen Volk und der aserbaidschanischen Bevölkerung. Diese Beziehungen müssten auf Dialog, gegenseitigem Respekt und einem friedlichen Zusammenleben weiterentwickelt werden.
In diesem Zusammenhang bekräftigt das Bündnis auch seine „Verbundenheit mit dem Geist und den Prinzipien“ des Freundschaftsabkommens zwischen der Komara Kurdistanê (Republik Kurdistan) und der Nationalregierung Aserbaidschans. Dieses Abkommen werde als Symbol und Orientierung für Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis zwischen den demokratischen Bewegungen Kurdistans und Aserbaidschans betrachtet.
Zusammenarbeit für eine demokratische Zukunft
Abschließend betont die Koalition, dass die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen demokratischen Kräften, der Ausbau des Dialogs zwischen den verschiedenen Völkern sowie die Schaffung gemeinsamer Mechanismen für ein gerechtes Zusammenleben grundlegende Voraussetzungen für eine freie und gerechte Zukunft in Iran seien. Alle Initiativen und Bemühungen in diese Richtung würden ausdrücklich begrüßt.
Im Hinblick auf die Beziehungen zu Nachbarländern und anderen Bevölkerungen in der Region unterstreicht das Bündnis zudem die Bedeutung eines friedlichen Zusammenlebens, guter Nachbarschaft und des Respekts vor den legitimen gegenseitigen Interessen aller Staaten in der Region. „Regionale Stabilität und Frieden können nur durch Dialog, Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt zwischen Völkern und Staaten gestärkt werden“, heißt es in der Erklärung.
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