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QSD und Damaskus sprechen über Gefangenenaustausch

 


QSD-Generalkommandant Mazlum Abdi und Vertreter der Übergangsregierung haben in Hesekê die Umsetzung des Abkommens vom 29. Januar beraten. Weitere Gefangene sollen freigelassen werden.

Freilassungen von Geiseln und Rückkehr Vertriebener
 
ANF / HESEKÊ, 18. März 2026.

Der Generalkommandant der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD), Mazlum Abdi, ist in Hesekê mit einem Vertreter der syrischen Übergangsregierung zusammengetroffen, um die Umsetzung des Abkommens vom 29. Januar weiter voranzubringen. An dem Gespräch nahmen neben dem Regierungsbeauftragten Ziyad al-Ayesh auch der Gouverneur von Hesekê, Vertreter:innen der inneren Sicherheitskräfte sowie die Ko-Außenbeauftragte der Selbstverwaltung, Ilham Ahmed, teil.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Umsetzung zentraler Punkte des Abkommens, insbesondere der Austausch von Gefangenen zwischen beiden Seiten. Sowohl die Autonomieverwaltung als auch Damaskus betonten die Bedeutung dieses Prozesses für den Aufbau von Vertrauen und die Stabilisierung der Region.

Freilassung weiterer Gefangener

Nach Informationen der Nachrichtenagentur ANHA soll bereits am Donnerstag eine weitere Gruppe von rund 350 Geiseln und Kriegsgefangenen aus Nordostsyrien freigelassen werden. Die Maßnahme gilt als Teil der schrittweisen Umsetzung der Vereinbarungen zwischen der Autonomieverwaltung und Damaskus. Auch die Rückkehr von Vertriebenen wurde in Hesekê thematisiert. Diskutiert wurden konkrete Schritte zur Wiederaufnahme von Rückkehrbewegungen sowie organisatorische Fragen der Reintegration.

Ein Schwerpunkt lag auf der Situation der Vertriebenen aus Serêkaniyê (Ras al-Ain). Für sie werden derzeit Rückkehrmöglichkeiten vorbereitet, die nach dem Zuckerfest und Newroz umgesetzt werden sollen. Für Vertriebene aus Efrîn ist eine weitere Rückkehrgruppe nach den Feiertagen angekündigt. Nach Angaben der Beteiligten verlaufen die bisherigen Maßnahmen in diesem Bereich planmäßig.

Waffenstillstands- und Integrationsabkommen

Das Abkommen vom 29. Januar gilt als zentraler Rahmen für die Neuordnung der Beziehungen zwischen den Demokratischen Kräften Syriens und der syrischen Übergangsregierung. Die aktuellen Gespräche zeigen, dass zentrale Punkte – insbesondere Gefangenenaustausch und Rückkehrprozesse – schrittweise umgesetzt werden.

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