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Özsoy: Kurdische Zurückhaltung im Iran-Krieg war eine strategische Entscheidung

 


Der Politikwissenschaftler Hişyar Özsoy erklärt, warum kurdische Akteure im Iran-Krieg nicht als Bodentruppen agierten. Ihre Entscheidung beruhe auf einer genauen Analyse der Gesellschaft Irans sowie auf Erfahrungen früherer geopolitischer Entwicklungen.

Kurdische Politik wird zum Schlüsselakteur in regionaler Neuordnung
 
ANF / REDAKTION, 15. März 2026.

Der Politikwissenschaftler und ehemalige HDP-Abgeordnete Hişyar Özsoy hat die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Iran-Politik der USA und die Rolle der Kurd:innen im regionalen Machtgefüge analysiert. Im Zentrum seiner Einschätzung steht der Versuch von US-Präsident Donald Trump, im Rahmen der militärischen Strategie gegen Iran kurdische Kräfte als „Bodentruppen“ einzubinden. Özsoy verweist darauf, dass diese Initiative letztlich auf erhebliche Vorbehalte bei kurdischen politischen Akteuren gestoßen sei. Trotz direkter Gespräche mit kurdischen Führungspersönlichkeiten habe Washington keine verbindlichen strategischen Garantien angeboten. Insbesondere politische Kräfte in der Kurdistan-Region im Irak sowie die Partei für ein freies Leben in Kurdistan (PJAK) hätten daher eine vorsichtige und abwartende Haltung eingenommen.

Nach Einschätzung Özsoys handelt es sich dabei um eine bewusste politische Strategie. Die kurdischen Akteure hätten aus früheren Erfahrungen – insbesondere aus den Entwicklungen in Rojava – wichtige Lehren gezogen. Gleichzeitig spiele auch die spezifische gesellschaftliche und politische Struktur Irans eine entscheidende Rolle, die sich grundlegend von den Verhältnissen in Syrien unterscheide. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Neuordnung im Nahen Osten sieht Özsoy die Kurd:innen zudem zunehmend im Zentrum regionaler und internationaler politischer Dynamiken. Die politische Entwicklung in allen vier Teilen Kurdistans habe sich zu einem Faktor entwickelt, der heute sowohl regionale Machtverschiebungen als auch globale politische Agenden beeinflusse.

In den vergangenen Wochen gab es Berichte, wonach Donald Trump im Kontext des Krieges gegen Iran die Kurd:innen als Bodentruppen einsetzen wollte, später jedoch von dieser Idee Abstand nahm. Daraufhin reagierten sowohl führende Politiker:innen der Kurdistan-Region im Irak als auch die PJAK, die erklärte, sich auf keine der beiden Seiten zu stellen. Wie bewerten Sie diese Reaktionen und die Haltung der kurdischen politischen Akteure?

Die kurdischen Akteure haben bislang äußerst ausgewogen und rational gehandelt. Der zentrale Grund dafür liegt darin, dass von Anfang an erhebliche Unklarheit darüber bestand – und weiterhin besteht –, welches strategische Endziel die Angriffe der USA und Israels auf Iran tatsächlich verfolgen. Während Israel offenbar auf einen Regimewechsel abzielt, deutet Donald Trump zwar ebenfalls in diese Richtung, doch innerhalb der amerikanischen politischen und militärischen Entscheidungsträger – Trump eingeschlossen – scheint derzeit niemand ernsthaft davon auszugehen, dass ein Regimewechsel kurzfristig oder unkompliziert zu erreichen wäre. Entsprechend lässt sich auch keine klare Exitstrategie erkennen.

Die militärischen Angriffe zielten offenbar auch darauf ab, innenpolitische Dynamiken in Iran zu mobilisieren. Man hoffte, dass die Bevölkerung, die bereits im Rahmen von Protestbewegungen aktiv war, verstärkt auf die Straße gehen und damit einen inneren Umbruch auslösen würde. Diese Kalkulation scheint jedoch nicht aufgegangen zu sein. Es deutet vieles darauf hin, dass die strategischen Annahmen fehlerhaft waren. Als Trump diese Sackgasse erkannte, schaltete er sich persönlich ein und suchte Gespräche mit kurdischen Führungspersönlichkeiten. Man muss sich das vor Augen führen: Man versucht, ein historisch gefestigtes und institutionell gut vorbereitetes Regime wie das iranische zu destabilisieren, während gleichzeitig ein zentraler regionaler Akteur – die Kurd:innen – bis zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht überzeugt oder eingebunden worden war.

Klassische „Wait-and-See“-Strategie

Unter diesen Umständen wollten die kurdischen Kräfte verständlicherweise nicht vorschnell in den Konflikt eingreifen. Ohne konkrete Garantien, ohne die klare Erwartung eines tatsächlichen Regimewechsels und insbesondere ohne verbindliche Perspektiven für ihren politischen Status in der Zeit nach einem möglichen Krieg bestand für sie kein Anlass, sich militärisch zu engagieren. Im Rückblick zeigt sich, wie rational diese Zurückhaltung war. Es ist durchaus denkbar, dass Trump in naher Zukunft erklären wird, die wesentlichen militärischen Ziele seien erreicht worden. Auch wenn Irans Raketenprogramme, Teile seiner militärischen Infrastruktur sowie Luft- und Seestreitkräfte erheblich beschädigt worden sein mögen, würde das bloße Überleben des Regimes aus iranischer Sicht bereits als politischer Erfolg gelten.

Mit anderen Worten: Iran könnte operativ erheblichen Schaden erlitten haben. Sollte es jedoch zu keinem Regimewechsel kommen, müssten sowohl Israel als auch die Vereinigten Staaten diesen Krieg strategisch als Niederlage verbuchen. Vor diesem Hintergrund haben die kurdischen Akteure eine klassische „Wait-and-See“-Strategie verfolgt. Ihr Hauptziel bestand darin, ihre Städte und ihre Bevölkerung zu schützen, eine Ausweitung des Krieges auf kurdische Regionen möglichst zu verhindern und gegebenenfalls eigene Verteidigungsstrukturen aufzubauen. Denn im Falle eines gescheiterten Regimewechsels wäre auch mit massiven Vergeltungskampagnen zu rechnen. Dieses Risiko haben die kurdischen politischen Kräfte offensichtlich sehr genau einkalkuliert. Kurz gesagt: Sie haben den USA nicht vorbehaltlos vertraut, konnten den Ausgang dieses Krieges nicht abschätzen und waren ohne verbindliche Garantien nicht bereit, sich als Instrument fremder strategischer Interessen einsetzen zu lassen.

Hat auch die jüngste Entwicklung in Rojava eine Rolle bei dieser Haltung gespielt? Schließlich haben die USA die Kurd:innen in Syrien angesichts der politischen Entwicklungen faktisch im Stich gelassen.

Das ist zweifellos ein wichtiger Faktor. Die Ereignisse in Rojava liegen noch nicht lange zurück, und dort konnten wir sehr deutlich beobachten, wie schnell die USA ihre politische Position verändern können. Für die kurdischen Akteure war das eine zentrale Erfahrung, die selbstverständlich in ihre Überlegungen eingeflossen ist. Allerdings reicht der Erfahrungshorizont der Kurd:innen in dieser Hinsicht deutlich weiter zurück. Es gibt eine Reihe historischer Beispiele. Man kann etwa auf die Ereignisse rund um die in Mahabad ausgerufene Republik Kurdistan verweisen. Oder auf den ersten Golfkrieg im Jahr 1991: Als die USA damals den Irak angriffen, ermutigten sie die Kurd:innen zum Aufstand. Die Kurd:innen erhoben sich – wurden jedoch anschließend weitgehend sich selbst überlassen. Erst als die Situation eskalierte, richteten die USA eine Flugverbotszone ein.

Ähnlich verhielt es sich auch im Jahr 2017 während der Ereignisse um Kerkûk. Auch dort konnten die Kurd:innen beobachten, wie sich die amerikanische Haltung entwickelte. Aus diesen Erfahrungen wissen kurdische politische Akteure sehr genau, dass globale und regionale Mächte in erster Linie ihre eigenen nationalen und geopolitischen Interessen verfolgen. Diese Interessen können sich zeitweise mit den Interessen der Kurd:innen überschneiden, sie können sich jedoch ebenso schnell wieder voneinander entfernen. Das ist ein klassisches Feld der Realpolitik.

Rojava für Kurd:innen eine wichtige Lektion

Auch in Rojava verlief die Entwicklung nach diesem Muster. Die Kooperation zwischen den kurdischen Kräften und den USA entstand ursprünglich im Kontext des Kampfes gegen den sogenannten „Islamischen Staat“. Als sich jedoch die politischen und strategischen Rahmenbedingungen in Syrien veränderten, verschoben sich auch die Allianzen. Die USA entschieden schließlich, stärker mit Damaskus zusammenzuarbeiten. Früher gab es dort ein klar identifizierbares Assad-Regime. Heute sehen wir eher eine politische Figur, die – wenn man so will – von Washington in gewisser Weise domestiziert oder angepasst wurde und nun eine Krawatte trägt. Über diese neue Konstellation versuchen die USA, sowohl die Beziehungen zwischen Syrien und Israel als auch die regionalen Machtverhältnisse neu zu ordnen.

In diesem Kontext wurde die kurdische Frage zunehmend als ein innerstaatliches Problem Syriens definiert. Washington änderte seine Position entsprechend und signalisierte letztlich: Die politischen Prioritäten haben sich verschoben. Für die Kurd:innen war das eine sehr wichtige Lektion. Diese Erfahrung spielte zweifellos auch eine Rolle bei den aktuellen Überlegungen im Zusammenhang mit Iran. Gleichzeitig muss man jedoch betonen, dass sich die inneren Dynamiken Irans in vielerlei Hinsicht deutlich von denen Syriens unterscheiden.

Worin bestehen diese Unterschiede?

Der entscheidende Punkt ist: Iran ist nicht Syrien. Die politische Dynamik Syriens besitzt zwar eine erhebliche geopolitische Bedeutung für den Nahen Osten, ihre globalen Auswirkungen bleiben jedoch begrenzt. Iran hingegen hat sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene ein deutlich größeres Gewicht. Man denke etwa an seine Beziehungen zu China und Russland oder an die komplexen politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen mit Europa und den USA. Eine tiefgreifende Veränderung in Iran – sei es durch Krieg oder durch einen politischen Umbruch – würde daher nicht nur die regionale Ordnung betreffen, sondern auch globale Energieflüsse, Handelsrouten und Migrationsbewegungen unmittelbar beeinflussen.

In diesem Sinne ist die Iran-Frage geopolitisch erheblich größer dimensioniert als der Syrien-Konflikt. Zudem stellen die Kurd:innen etwa zehn Prozent der Bevölkerung Irans. Selbst wenn sie sich militärisch organisieren würden, hätten sie allein kaum die Möglichkeit, das Regime in Teheran zu stürzen – das ist eine nüchterne demografische Realität. Selbst ein Bündnis mit anderen nicht-persischen Bevölkerungsgruppen wie Belutsch:innen, Araber:innen oder Aserbaidschaner:innen würde möglicherweise nicht ausreichen. Denn die nicht-persische Bevölkerung macht insgesamt etwa 40 bis maximal 50 Prozent der Gesellschaft aus, während die andere Hälfte aus Perser:innen besteht.

Nüchterne Analyse der soziopolitischen Struktur Irans

Hinzu kommt, dass ein erheblicher Teil der aserbaidschanischen Bevölkerung innerhalb des iranischen Systems integriert ist und dieses teilweise auch stützt. Der oberste Führer Ali Chamenei war selbst Aserbaidschaner, und auch innerhalb der religiösen Führung sowie in der Kommandostruktur der Revolutionsgarden finden sich zahlreiche Vertreter dieser Bevölkerungsgruppe. Wenn man also die demografische Struktur Irans, die gesellschaftlichen Loyalitäten und die institutionelle Verankerung des Regimes berücksichtigt, wird deutlich, dass ein Zusammenbruch dieses Systems selbst mit militärischer Unterstützung von außen – etwa durch die USA oder Israel – kaum möglich erscheint, solange keine breite gesellschaftliche Allianz und keine glaubwürdige politische Alternative innerhalb der iranischen Gesellschaft entsteht.

Genau diese Faktoren haben die kurdischen Akteure in ihre Überlegungen einbezogen. Die politischen Kräfte vor Ort verfügen über ein sehr genaues Verständnis der inneren Dynamiken und Machtverhältnisse in Iran. Ihre Zurückhaltung erklärt sich daher nicht allein aus den Erfahrungen in Rojava oder aus der historischen Erinnerung an Situationen, in denen Kurd:innen von internationalen Akteuren im Stich gelassen wurden. Sie beruht ebenso auf einer nüchternen Analyse der soziopolitischen Struktur Irans. Und bislang scheint diese Einschätzung durchaus zutreffend zu sein: Ein Regimewechsel in Iran erscheint unter den derzeitigen Bedingungen äußerst unwahrscheinlich.

Ein militärischer Angriff auf Iran wurde seit vielen Jahren als Möglichkeit diskutiert. Insbesondere im vergangenen Jahr wurde auch in der Türkei vermehrt darüber gesprochen, dass sich die regionalen Kräfteverhältnisse neu ordnen könnten. Die Kurd:innen leben in all jenen Regionen, die von diesen Veränderungen betroffen sind, und erscheinen vielerorts als zentrale politische Akteure. Auch wenn Prognosen schwierig sind: Welches Szenario zeichnet sich aus Ihrer Sicht sowohl für die Kurd:innen als auch für die Stabilität der Region ab?

Im Nahen Osten existieren im Grunde vier Staaten beziehungsweise vier politische Systeme, die für die kurdische Frage zentral sind: die Türkei, Iran, der Irak und Syrien. Die politischen Ordnungen dieser Staaten wurden historisch in unterschiedlicher Weise auf der Leugnung der kurdischen Existenz aufgebaut. Über einen Zeitraum von etwa hundert Jahren wurden die Kurd:innen politisch marginalisiert, ihre Identität wurde unterdrückt, und es gab zahlreiche Versuche, sie zu assimilieren oder politisch unsichtbar zu machen.

Wenn man jedoch die Entwicklungen der letzten vier Jahrzehnte betrachtet, ergibt sich ein anderes Bild. Die erste und zweite Golfkrise, später der Zerfall staatlicher Strukturen in Syrien und weitere regionale Umbrüche haben dazu geführt, dass die Kurd:innen – trotz aller Versuche ihrer politischen Eliminierung – wieder zu einem sichtbaren und relevanten Akteur auf der politischen Bühne geworden sind.

Kurd:inne rücken in geopolitischer Neuordnung von Nahost ins Zentrum

Im Irak konnten sie einen bestimmten politischen Status etablieren. In Rojava befindet sich die Situation derzeit zwar weiterhin in einem fragilen Zustand, doch es ist sehr wahrscheinlich, dass die Kurd:innen auch künftig einen festen Platz im politischen Gefüge Syriens einnehmen werden. In der Türkei wiederum beobachten wir einen offenen und noch nicht klar bestimmten politischen Prozess. Auch wenn derzeit schwer vorherzusagen ist, in welche Richtung sich dieser entwickeln wird, steht fest, dass die Kurd:innen weiterhin eine zentrale Rolle in der türkischen Innenpolitik spielen werden.

Mit den jüngsten Entwicklungen in Iran gewinnen die Kurd:innen auch dort sowie im weiteren regionalen Kontext zunehmend an politischer Bedeutung. Zwar sind sie politisch fragmentiert und agieren in vier verschiedenen Staaten, doch selbst ohne eine staatliche Einheit werden sie in allen vier Ländern eine starke politische Dynamik aufrechterhalten. Die politischen Systeme, die vor rund hundert Jahren etabliert wurden und die kurdische Frage weitgehend unterdrückt haben, geraten heute zunehmend unter Druck. In diesem Kontext versuchen die Kurd:innen – gewissermaßen als historisch logische Konsequenz – ihre Rechte und ihren politischen Status zurückzugewinnen.

Was den aktuellen Krieg im Zusammenhang mit Iran betrifft, ist es durchaus denkbar, dass Trump bereits in naher Zukunft erklären wird: „Wir haben das iranische Nuklearprogramm gestoppt, wesentliche Teile der Luft- und Seestreitkräfte sowie der Raketenkapazitäten zerstört und die Revolutionsgarden geschwächt – damit ist unser militärisches Ziel erreicht.“ In diesem Fall könnte die gegenwärtige Phase des Konflikts relativ schnell beendet werden, sie könnte sich aber ebenso verlängern.

Rojhilat nun stärker in gesamt-kurdische Dynamik eingebunden

Unabhängig davon bleibt jedoch eine Konstante bestehen: die Präsenz der Kurd:innen in Iran. Sollte das Regime geschwächt werden oder politische Öffnungen entstehen, könnten die Kurd:innen – sofern sie ihre interne Kooperation stärken und zugleich ihre Beziehungen zu anderen oppositionellen Kräften in Iran ausbauen – eine zentrale Rolle im politischen Prozess einnehmen. In jüngster Zeit konnten wir bereits in Südkurdistan, in Rojava und in Nordkurdistan eine bemerkenswerte politische Dynamik beobachten. Mit dem aktuellen Krieg ist nun auch Iranisch-Kurdistan stärker in diese gesamt-kurdische Dynamik eingebunden worden. Auch wenn die Regierung der Kurdistan-Region im Irak versucht, nicht direkt in den Krieg hineingezogen zu werden, bleibt die politische Entwicklung in Iranisch-Kurdistan stets ein Faktor, der die Politik in Südkurdistan beeinflusst.

Heute, im Jahr 2026, befindet sich die kurdische Frage in allen vier Teilen Kurdistans im Zentrum sowohl regionaler als auch globaler politischer Agenden. Diese Entwicklung ist das Ergebnis tiefgreifender geopolitischer Umbrüche und struktureller Veränderungen in der Region. Sollten die Kurd:innen in der Lage sein, sich auf diese Veränderungen strategisch vorzubereiten, ihre interne politische Einheit zu stärken und zugleich konstruktive Beziehungen zu den demokratischen oppositionellen Kräften in den jeweiligen Staaten aufzubauen, besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie aus dieser historischen Phase mit erheblichen politischen Gewinnen hervorgehen.

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