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Efrîn-Vertriebene fordern Rückkehr und Aufklärung über Verschwundene


Acht Jahre nach der Besetzung Efrîns fordern Vertriebene die Rückkehr in ihre Heimat, die Freilassung von Gefangenen und Aufklärung über das Schicksal der Verschwundenen.

Acht Jahre Vertreibung
 
ANF / QAMIŞLO, 18. März 2026.

Zum achten Jahrestag der Besetzung Efrîns haben Vertriebene aus der Region ihre Forderung nach einer Rückkehr in ihre Heimat bekräftigt. Bei einer Kundgebung in Qamişlo erklärte der Rat der Vertriebenen aus Efrîn und Şehba, dass hunderttausende Menschen weiterhin von ihren Häusern und ihrem Besitz getrennt sind.

Die Erklärung wurde am Efrîn-Platz im Stadtzentrum verlesen. „Seit acht Jahren leben die Menschen aus Efrîn fern ihrer Heimat“, heißt es darin. Trotz der anhaltenden Situation gebe die Bevölkerung ihr Recht auf Rückkehr nicht auf. Der Rat betont, dass die Rückkehr nach Efrîn ein grundlegendes Menschenrecht ist. Dieses Recht könne weder aufgehoben noch zeitlich begrenzt werden. Die jahrelange Vertreibung müsse beendet werden.


Deutliche Kritik richtet sich auch an die internationale Öffentlichkeit. Das anhaltende Schweigen gegenüber der Situation in Efrîn sei keine neutrale Haltung, sondern bedeute, sich der Verantwortung zu entziehen. Gefordert wird eine klare Position für eine sichere und würdige Rückkehr der Vertriebenen.

Zugleich richtet der Rat konkrete Forderungen an die syrische Übergangsregierung. Sie solle das Schicksal der Verschwundenen aufklären und alle Geiseln und Kriegsgefangenen aus Nordostsyrien freilassen. Außerdem müsse sie garantieren, dass die Menschen aus Efrîn in ihre Häuser zurückkehren können.

Die Erklärung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem erste Rückkehrbewegungen begonnen haben. Nach einer Vereinbarung zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der Übergangsregierung sind bereits erste Familien nach Efrîn zurückgekehrt. Für viele Vertriebene reicht das jedoch nicht aus. Sie fordern eine umfassende und sichere Rückkehr für alle.

 

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