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Trotz Vereinbarung: Kobanê noch immer abgeschnü

 


Noch immer wird Kobanê von HTS- und IS-Söldnern sowie türkischen Proxymilizen belagert, auch humanitäre Hilfslieferungen werden nicht zugelassen. Die bereits katastrophale humanitäre Lage verschlechtert sich von Tag zu Tag weiter.

14 Trinkwasserstationen außer Betrieb
 
ANF / KOBANÊ, 4. Feb. 2026.

Türkische Proxymilizen, Söldner des selbsternannten Islamischen Staats (IS) sowie Truppen von Hayat Tahrir al-Sham (HTS) belagern seit mittlerweile 16 Tagen Kobanê, wo aktuell rund 600.000 Menschen leben. Während die Gefahr für das Leben der Menschen weiterbesteht, können keine Medikamente beschafft werden und es herrscht ein gravierender Mangel an Babynahrung und Lebensmitteln. Auch der Trinkwasserzugang ist durch Stromausfälle unterbrochen.

Aufgrund der seit Tagen andauernden Stromausfälle können Krankenhäuser keine medizinische Versorgung mehr leisten, und die Einwohner:innen haben keinen Zugang zu Brennstoff für Heizungen oder andere lebensnotwendige Grundversorgungsgüter.

Vereinbarung wird nicht umgesetzt – Zivilbevölkerung in akuter Gefahr

Eine am 30. Januar unterzeichnete Vereinbarung zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der selbsternannten Übergangsregierung in Damaskus trat am 2. Februar in Kraft. Gemäß dieser Vereinbarung sollte die Belagerung von Kobanê aufgehoben werden, jedoch wurden bisher noch keine Schritte in diese Richtung unternommen. Unterdessen verweigert auch der türkische Staat die Einfuhr von humanitären Hilfsgütern, die von der Bevölkerung Nordkurdistans gesammelt wurden, nach Kobanê.

Wasserbehörde Kobanê: 14 Wasserstationen außer Betrieb

Die Wasserbehörde Kobanê gab bekannt, dass aufgrund eines Stromausfalls 14 Trinkwasserstationen außer Betrieb sind. Zozan Xelîl, die Ko-Vorsitzende der Wasserbehörde, erklärte vor dem lokalen Rathaus, dass die Stadt Kobanê und ihre Dörfer seit etwa 20 Tagen ohne Wasser sind. In der Erklärung wurde betont, dass diese Situation das Leben von 500.000 Menschen gefährdet und dass die Versprechen der syrischen Behörden bezüglich der Stromversorgung nicht eingehalten wurden.

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