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Nach Einzug in Qamişlo: Beide Seiten loben Zusammenarbeit


Nach dem koordinierten Eintritt des syrischen Innenministeriums in Qamişlo ziehen beide Seiten eine erste positive Bilanz.

Umsetzung des Abkommens vom 30. Januar
 
ANF / QAMIŞLO, 4. Feb. 2026.

Nach dem erfolgten Einzug von Einheiten des syrischen Innenministeriums in die Sicherheitszone von Qamişlo haben Vertreter:innen sowohl der Demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (DAANES) als auch dem Übergangsregime am Dienstagabend eine erste Zwischenbilanz gezogen und Koordination und gegenseitiges Vertrauen gewürdigt.

Laut Aussagen beider Seiten verlief der Übergang am Dienstag ohne Zwischenfälle. Die Sicherheitskräfte der Autonomieverwaltung (Asayîş) hatten den Ablauf logistisch vorbereitet und den Empfang begleitet. Auch aus Reihen des Damaszener Innenministeriums wurden die Organisation und Kooperationsbereitschaft der Selbstverwaltung betont..


Asayîş: „Wir sind bereit für den nächsten Schritt“

Halîma Mahmûd Ebû Bekir, Mitglied des Generalkommandos der Asayiş, äußerte sich optimistisch zum Verlauf der bisherigen Umsetzung: „Wir haben unsere Haltung als friedensorientierte Kraft bekräftigt. Die Menschen in Nordostsyrien verdienen Stabilität und wir leisten unseren Beitrag dazu.“ Auch Siyamend Efrîn, Kommandant der Asayîş, wies darauf hin, dass der Waffenstillstand halte und der Eintritt der Regimetruppen nach Qamişlo und Hesekê entsprechend der Vereinbarung erfolgt sei. Nun werde an der Rückverlegung der militärischen Kräfte in ihre jeweiligen Stellungen gearbeitet. „Bisher läuft alles planmäßig. Wir sind entschlossen, diesen Kurs fortzusetzen.“

Damaskus: „Kooperation statt Konfrontation“

Von Seiten der sogenannten Übergangsregierung erklärte Noureddine al-Baba, Sprecher des Innenministeriums, der Tag sei ein Signal für eine neue politische Phase: „Wir sind dank der Zusammenarbeit mit der Asayîş ohne Probleme in Qamişlo angekommen. Das heutige Vorgehen hat gezeigt, was möglich ist, wenn man politischen Willen zeigt.“

Die nun übergebenen Gebäude sollen gemeinsam verwaltet und zur Stabilisierung der Sicherheitslage genutzt werden, so al-Baba. Die Atmosphäre sei konstruktiv, das gegenseitige Vertrauen wachse. Umso bedeutsamer sei, dass nun erste Schritte in die Praxis umgesetzt würden. Der Sprecher formulierte es so: „Syrien kann nur gemeinsam wiederaufgebaut werden: frei von Rache, sektiererischer Spaltung und Dominanzpolitik.“

 

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