Rückkehr nach acht Jahren: Erster Konvoi mit Vertriebenen erreicht Efrîn
Acht Jahre nach der Vertreibung infolge der türkischen Invasion von 2018 ist die erste Gruppe von Vertriebenen nach Efrîn zurückgekehrt. Ein Konvoi mit rund 400 Familien erreichte die Region am frühen Morgen.
Acht Jahre nach ihrer Vertreibung ist die erste Gruppe von Vertriebenen aus Efrîn (Afrin) in ihre Heimat zurückgekehrt. Ein Konvoi mit rund 400 Familien erreichte die Region in den frühen Morgenstunden. Die Kolonne war am Vortag aus der Stadt Hesekê aufgebrochen. Die Rückkehr erfolgt im Rahmen der Umsetzung des Abkommens vom 29. Januar zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der syrischen Übergangsregierung.
Die etwa 400 Familien mit mehreren tausend Menschen waren Anfang 2018 während des türkisch-dschihadistischen Angriffskriegs gegen Efrîn aus ihrer Heimat vertrieben worden. Der Konvoi bestand aus hunderten privaten Fahrzeugen der Rückkehrer sowie aus Bussen, die vom Rat der Vertriebenen aus Efrîn und Şehba und vom syrischen Zivilschutz bereitgestellt wurden.
Begleitet wurden die Familien von Einheiten der Inneren
Sicherheitskräfte. Anwesend waren unter anderem der stellvertretende
Kommandant der Inneren Sicherheitskräfte in Hesekê, Mehmud Xelîl
(Siyamend Efrîn), sowie die Asayîş-Kommandantin Nesrîn Abdullah. Die
Route des Konvois führte von Hesekê über Raqqa, Tabqa und Aleppo in
Richtung Efrîn. Dort wurden die Rückkehrer:innen am frühen Morgen von
Bewohner:innen empfangen. Zur Begrüßung erklangen traditionelle
Instrumente wie Def und Zurna, die zur kulturellen Musiktradition der
Region gehören.
Die Inneren Sicherheitskräfte in Hesekê hatten am Wochenende angekündigt, dass die erste Gruppe von Vertriebenen am Montag in ihre Heimat zurückkehren werde. Zielorte sind unter anderem Şiyê, Cindirês und Mabeta. Mehmûd Xelîl erklärte zudem, dass innerhalb weniger Tage ein Sicherheitsübergang in Richtung Efrîn eröffnet werden soll, um die Rückkehr weiterer Vertriebenengruppen zu erleichtern. Ziel sei es, möglichst viele der Vertriebenen noch vor dem Newroz-Fest am 21. März in ihre Heimat zurückkehren zu lassen.
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