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Konkrete Schritte für Rückkehr nach Efrîn, Aleppo und Raqqa vereinbart

 


Im Rahmen des Abkommens zwischen den Demokratischen Kräften Syriens und der Übergangsregierung in Damaskus haben Sicherheitsvertreter Gespräche zur Rückkehr Vertriebener nach Efrîn, Aleppo und Raqqa geführt.

Sicherheitsdelegation berät über Rückkehr kurdischer Vertriebener
 
ANF / REDAKTION, 24. Feb. 2026.

Im Zuge des am 29. Januar zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der syrischen Übergangsregierung erzielten und am Folgetag unterzeichneten Abkommens waren Vertreter der Asayîş und der Damaszener Sicherheitsbehörden am Sonntag nach Efrîn gereist. Ziel der Gespräche war die konkrete Ausgestaltung der Rückkehr vertriebener Bewohner:innen

Zu der Delegation gehörten der Asayîş-Kommandant Mehmûd Xelîl Elî (auch bekannt als Siyamend Efrîn), der vom Interimsregime eingesetzte Sicherheitschef für die Region Hesekê Marwan al-Ali sowie weitere Verantwortliche aus Aleppo. In Efrîn kamen sie mit der lokalen Verwaltung zusammen, um einen Mechanismus für die Rückkehr auszuarbeiten.

Nach Angaben aus dem Umfeld der Gespräche wurde vereinbart, in einem ersten Schritt einen Konvoi auf Grundlage einer zuvor erstellten Namensliste zu organisieren. Die Liste, ausgearbeitet vom Sozialverband Efrîns und des Rates der Vertriebenen aus Efrîn und Şehba, umfasst mehr als 400 Familien. Ein konkretes Datum für die Abfahrt des ersten Konvois wurde noch nicht genannt, jedoch bestehe Einigkeit, die Rückkehr so bald wie möglich einzuleiten.

Ein weiterer zentraler Punkt der Gespräche betrifft Eigentumsfragen. Demnach sollen Personen, die während der türkisch-dschihadistischen Besatzung seit 2018 angesiedelt wurden, die Region verlassen. Häuser, Ländereien und Geschäfte sollen ihren ursprünglichen Eigentümer:innen zurückgegeben werden.

Besuche in Şêxmeqsûd, Eşrefiyê und Raqqa

Die Sicherheitsdelegation besuchte zudem die mehrheitlich kurdischen Viertel Şêxmeqsûd und Eşrefiyê in Aleppo. Dort wurden Perspektiven für eine Rückkehr der Bewohner:innen in ihre Stadtteile erörtert. Weitere Gespräche sollen folgen.

Im Rahmen der laufenden Bemühungen traf die Delegation außerdem mit dem Gouverneur von Raqqa, Abdulrahman Salameh, zusammen. Thema waren die Sicherheitslage, die öffentliche Versorgung sowie die Situation der kurdischen Bevölkerung in der Region. Nach Angaben eines anwesenden Journalisten der Nachrichtenagentur ANHA wurde die Einrichtung eines gemeinsamen Komitees vereinbart, das die sichere Rückkehr kurdischer Familien nach Raqqa koordinieren soll.

Zehntausende Vertriebene aus Efrîn, Şehba sowie den Aleppoer Stadtteilen Şêxmeqsûd und Eşrefiyê leben derzeit in Camps und Städten wie Qamişlo, Heseke, Dirbêsiyê, Amûdê, Tirbespiyê, Çilaxa, Girkê Legê und Dêrik. Die jüngsten Besuche und Sicherheitsgespräche gelten als erster praktischer Schritt zur Umsetzung des Januar-Abkommens, insbesondere mit Blick auf die Rückkehr kurdischer Vertriebener in ihre Herkunftsgebiete.

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