Direkt zum Hauptbereich

Kobanê weiter unter schwerer Belagerung


Trotz eines Abkommens zwischen QSD und Damaskus wird die Stadt Kobanê seit über drei Wochen belagert.

Bevölkerung hält trotz allem an Widerstand fest
 
ANF / KOBANÊ, 10. Feb. 2026.

Die Stadt Kobanê in Rojava befindet sich weiterhin unter schwerer Belagerung. Trotz eines am 29. Januar geschlossenen Abkommens zwischen der sogenannten syrischen Übergangsregierung und den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) wurde die Blockade bislang nicht aufgehoben.

Nach Angaben der Behörden verschärft sich die humanitäre Lage von Tag zu Tag. Aufgrund der anhaltenden Umzingelung sind Medikamente, Babynahrung, Lebensmittel und andere lebenswichtige Güter stark verknappt, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Bevölkerung von Kobanê betont, dass sie den andauernden Widerstand als einzige Möglichkeit zum Schutz der demokratischen Errungenschaften und der Selbstverwaltung betrachtet.

Schätzungen zufolge halten sich mit Geflüchteten aus umliegenden Gebieten derzeit rund 600.000 Menschen in Kobanê auf. Inmitten der Belagerung wurden bislang an über 70 Standorten mehr als 200.000 Binnenvertriebene untergebracht – ein Kraftakt unter schwierigen Bedingungen. Die Stadt ist seit über drei Wochen vom Umland abgeschnitten.

Trotz der angespannten Situation gelang es dem Elektrizitätswerk von Kobanê, am Vortag beschädigte Stromleitungen zu reparieren und die Stromversorgung teilweise wiederherzustellen. Die Schäden waren laut Behördenangaben auf Angriffe syrischer und pro-türkischer Milizen zurückzuführen.

 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Premiere der Dokumentation „Jinwar“ in Nordostsyrien

Türkei zwingt Zehntausende zurück in den Folterstaat Syrien

Elmaz Romî wird Bürgermeisterin von Kobanê