Iran: Allgemeine Trauer für getötete Demonstrant:innen ausgerufen
Für die Demonstrant:innen, die während der Proteste in Iran und Rojhilat (Ostkurdistan) getötet worden sind, ist landesweit allgemeine Trauer ausgerufen worden. Durch Drohungen und verstärkte Präsenz auf Friedhöfen will das Regime dies verhindern.
Nach Angaben lokaler Quellen ist in ganz Iran und Rojhilat (Ostkurdistan) allgemeine Trauer für die Demonstrant:innen ausgerufen worden, die bei den jüngsten Protestens von iranischen Regimekräften getötet worden sind. Berichten vor Ort zufolge haben iranische Sicherheitskräfte in mehreren Städten die Familien der Getöteten bedroht und angegriffen.
Durch die Schließung von Friedhöfen für Besucher:innen und deren Umstellung durch staatliche Sicherheitskräfte, soll die Einhaltung der ausgerufenen Trauer offenbar verhindert werden. Gleichzeitig berichten Angehörige der Getöteten in Videos in den sozialen Medien von Drohungen der iranischen Regimekräfte. Auch Vorladungen in Geheimdienstzentren, Bedrohungen und die Stationierung bewaffneter Kräfte vor Privathäusern werden weiterhin als Mittel der Unterdrückung angewendet.
Seit Beginn der Proteste gegen soziale, politische und wirtschaftliche Probleme am 28. Dezember 2025 in ganz Iran und in Rojhilat wurden Tausende – einigen Quellen zufolge sogar Zehntausende – Menschen getötet und Zehntausende festgenommen. Es gibt ernstzunehmende Berichte, wonach die Festgenommenen und Inhaftierten Folter und unmenschlicher Behandlung ausgesetzt waren und sind.
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