QSD ziehen sich aus Al-Aqtan-Gefängnis zurück
Die Kräfte der QSD, YPJ, YPG und Antiterroreinheiten, die bisher das Al-Aqtan-Gefängnis bei Raqqa bewacht haben, ziehen sich seit den frühen Morgenstunden nach tagelanger Belagerung und schweren Angriffen in Richtung Kobanê zurück.
Tagelang haben Kämpfer:innen der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD), der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG und YPJ) sowie der Antiterroreinheiten unter Einsatz ihres Lebens das Al-Aqtan-Gefängnis in Raqqa gegen die Angriffe dschihadistischer HTS-Regierungstruppen und türkischer Kampfdrohnen verteidigt. Nach mehreren Tagen der Belagerung und des heftigen Beschusses, während derer die sogenannte syrische Übergangsregierung die Versorgung mit Wasser, Strom und Nahrungsmitteln gekappt hatte, ziehen sich die QSD seit den frühen Freitagmorgenstunden in Richtung Kobanê zurück.
Das Al-Aqtan-Gefängnis gilt als eine der am strengsten gesicherten Einrichtungen für hochrangige IS-Mitglieder in Nord- und Ostsyrien. Seit Sonntag stand es unter massivem Beschuss durch Regimemilizen, auch ein türkischer Drohnenschlag wurde dokumentiert. Tagelang hinderten die Verteidiger:innen die rund 2.000 inhaftierten IS-Terroristen am Ausbruch. Übereinstimmenden Medienberichten hatten die QSD auf eine Zusage der internationalen IS-Koalition gewartet, die Sicherung des Gefängnisses zu übernehmen, welches nun unter der Kontrolle der Regimetruppen steht.
Laut eigener Mitteilung vom Mittwoch hätten die USA eine Operation gestartet, im Rahmen derer bis zu 7.000 IS-Gefangene von Syrien in den Irak verlegt werden könnten; bisher seien nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP 150 tatsächlich verlegt worden.
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