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QSD: Zerschlagen wir die Grenzen der Besatzer!

 


Das Generalkommando der QSD hat zur Ausweitung des Widerstands gegen die Angriffe auf Rojava aufgerufen: „Heute ist ein Tag historischer Verantwortung. Die kollektive Willenskraft des Volkes ist jeder Form von Besatzung überlegen.“

QSD rufen zum gemeinsamen Widerstand auf
 
ANF / REDAKTION, 19. Jan. 2026.

Die Generalkommandantur der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) hat sich mit einem dringlichen Mobilisierungsaufruf an die Bevölkerung gewandt. In einer am Montagabend veröffentlichten Erklärung unter dem Titel „An unser widerständiges Volk“ rufen die QSD zur grenzüberschreitenden Einheit im Kampf gegen die anhaltenden Angriffe auf die Autonomiegebiete in Nord- und Ostsyrien auf.

„Seit dem 6. Januar sind unsere Regionen und unsere Bevölkerung direkten, brutalen Angriffen und Bombardierungen ausgesetzt“, heißt es in der Erklärung. „Unsere Kämpfer:innen leisten mit Mut und Opferbereitschaft einen ehrenvollen Widerstand.“

Die QSD machen in ihrer Erklärung deutlich, dass hinter den Angriffen eine gezielte Strategie der Einschüchterung und Entwurzelung stehe – getragen von der Türkei und ihren verbündeten Milizen, deren ideologische Ausrichtung mit jener des sogenannten Islamischen Staates (IS) verglichen wird.

Kobanê als Maßstab

Die Erklärung zieht eine direkte Linie zum Widerstand in Kobanê im Jahr 2014, als es den Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG und YPJ gelang, die IS-Belagerung unter hohen Verlusten zurückzuschlagen. „Wie unsere Genoss:innen damals mit Entschlossenheit Geschichte geschrieben und Kobanê zum Friedhof des von der Türkei unterstützten IS gemacht haben, so werden wir heute alle unsere Städte – von Dêrik über Hesekê bis Kobanê – in Friedhöfe der neuen IS-Ideologie verwandeln, die heute unter türkischer Führung steht.“

Grenzen überschreiten, Einheit schaffen

Zentraler Inhalt des Aufrufs ist die Aufforderung, die von Besatzern gezogenen Grenzen zu überwinden – geografisch, politisch und gesellschaftlich. Die QSD richten sich explizit an Kurd:innen in allen vier Teilen Kurdistans (Rojava, Bakur, Başûr, Rojhilat) sowie in der Diaspora in Europa. Ziel sei eine gesamtgesellschaftliche Mobilisierung, getragen insbesondere von Jugendlichen und Frauen. „Heute ist ein Tag der Würde. Heute ist ein Tag historischer Verantwortung“, heißt es abschließend. Die Erklärung endet mit der Überzeugung: „Die kollektive Willenskraft des Volkes ist jeder Form von Besatzung überlegen.“

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