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Aufruf zum Aufbau eines globalen Widerstandsnetzwerks

 


Der kurdische Dachverband in Europa ruft dazu auf, ein globales Netz des Widerstands aufzubauen. Insbesondere am 24. Januar sollten Millionen von Menschen in globalen Aktionen ihren Protest gegen die Angriffe auf Rojava zum Ausdruck bringen.

„Wir werden Rojava verteidigen“
 
ANF / REDAKTION, 23. Jan. 2026, 09:28

Der Kongress der demokratischen Gemeinschaften Kurdistans in Europa (KCDK-E) erklärt, dass man angesichts der Angriffe auf Rojava nicht von der Straße weichen werde, und ruft das gesamte kurdische Volk auf, ein globales Widerstandsnetzwerk entstehen zu lassen. Insbesondere am 24. Januar sollten Millionen von Menschen in globalen Aktionen ihren Protest gegen die Angriffe auf Rojava zum Ausdruck bringen.

In einer schriftlichen Presseerklärung bekundet der KCDK-E, dass der einzige Weg, um das Schweigen der Europäischen Union angesichts der Angriffe zu durchbrechen, darin bestehe, ein globales Netzwerk des Widerstands mit den Völkern der Welt aufzubauen.

Erinnerung an widerständige Geschichte der Kurd:innen

In seiner Erklärung nimmt der Dachverband Bezug auf die widerständige Geschichte des kurdischen Volkes. „Die heldenhaften Frauen, die ein Symbol für den Kampf um Freiheit sind; die jungen Menschen, die sich weigern, die Straßen zu verlassen und ihre Köpfe zu senken; die Mütter, die sich gegen Unterdrückung, Gewalt und Völkermord erheben, die Ältesten mit ihren Gehstöcken auf den Plätzen, die Kinder, die das Licht unserer Hoffnung sind, verteidigen unsere Ehre, Kobanê und Rojava“, wird in der Erklärung erinnert.

Insbesondere internationale Kräfte hätten sich, getrieben von kapitalistischen Interessen, mit islamistischen Gruppierungen und dem türkischen Staat verbündet, um Krieg gegen das kurdische Volk zu führen. Das herrschende Schweigen durch regionale und internationale Akteure würde die Vernichtung der Rojava-Revolution unterstützen. Im Interesse, „die Landkarte zu verändern, um sich Reichtümer über und unter der Erde anzueignen“, geschehe dies durch Aggression und Annexion.

Straßen mit Widerstand gefüllt

Seit dem ersten Tag der Angriffe auf die Region sind zahlreiche Menschen überall auf der Welt auf den Straßen. Der KCDK-E stellt fest, dass sich dies vorerst auch nicht ändern werde, denn der Widerstand gehe unter dem Motto „Rojava ist unsere Ehre, wir werden unsere Ehre verteidigen“ weiter. Damit ständen die Angreifer einer Linie des Widerstands gegenüber, der sich Völker weltweit und Kurd:innen aus allen vier Teilen Kurdistans angeschlossen hätten.

Rechenschaft für Folter notwendig

Die Angriffe auf kurdische Frauen, bei denen ihnen Haare abgeschnitten oder andere Gräuel angetan wurden, seien die Rache für die Niederlage der islamistischen Gruppierungen durch die Rojava-Revolution. „Kurdische Frauen sind würdevoll und mutig. Ihr Widerstand ist groß. Sie werden Rechenschaft für diese unmenschlichen Taten fordern“, stellt der kurdische Dachverband in Europa fest.

Dieser Kampf sei für Millionen Menschen eine Heimat geworden und es sei wichtig, alle Aggressoren wissen zu lassen, „dass sie mit einem globalen Widerstand in den Mülleimer der Geschichte geworfen werden.“

Aufruf zur Beteiligung am globalen Netz des Widerstands

Der einzige Weg, um den rechtmäßigen Kampf des kurdischen Volkes gegen all diese Gräueltaten zu gewinnen, sei „der Aufbau eines globalen Widerstandsnetzwerks mit den Völkern der Welt. Wo auch immer wir sind, gehen wir von Tür zu Tür und rufen alle dazu auf, sich gegen diese Banden, die Feinde der Völker sind, zu vereinen. Lasst uns ihnen sagen, dass dieser Völkermord, der heute gegen das kurdische Volk geführt wird, morgen genauso gut ihnen selbst widerfahren könnte. Lasst uns alle Völker der Welt aufrufen, sich dem Widerstand auf den Straßen anzuschließen, und lasst Millionen von Menschen eine Linie des Widerstands bilden.“

Der KCDK-E schließt die Erklärung mit einem Aufruf alle Institutionen, Organisationen, Freund:innen des kurdischen Volkes und insgesamt alle Menschen zu mobilisieren, um am 24. Januar, einem globalen Aktionstag, „mit Millionen gemeinsam die Plätze zu füllen“.

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