Direkt zum Hauptbereich

„Iran International“ berichtet von mindestens 2.000 Toten


Bei den seit zwei Wochen anhaltenden Protesten in Iran und Ostkurdistan sollen mehr Menschen getötet worden sein als bislang bekannt. Das Portal „Iran International“ berichtet, dass innerhalb von nur 48 Stunden mindestens 2.000 Menschen getötet wurden.

Zahl beruhe auf „konservativen Schätzungen“
 
ANF / REDAKTION, 11. Jan. 2026.

Das Regime der Islamischen Republik Iran geht mit massiver Gewalt gegen die Massendemonstrationen im Land vor. Nach Angaben des Exil-Portals „Iran International“ sollen innerhalb von nur 48 Stunden mindestens 2.000 Menschen getötet worden sein. Die Zahl beruhe auf „konservativen Schätzungen“.

Das Portal verfüge demnach über Videomaterial, das mehrere Leichen in Leichensäcken im Gefängniskomplex Kahrisak zeigen soll. Die Anlage liegt südlich der iranischen Hauptstadt Teheran und ist teilweise unterirdisch. Augenzeug:innen, die dort nach vermissten Angehörigen suchten, sprachen laut „Iran International“ von mehr als 400 Leichen, die sie vor Ort gesehen hätten.

Auch die BBC berichtete von mehr Toten als bisher angenommen. Mitarbeitende mehrerer Krankenhäuser in verschiedenen Städten sprachen demnach von hunderten Opfern, insbesondere jungen Menschen und berichteten, dass man mit den Verletzten und Toten überfordert sei. Viele seien 20 bis 25 Jahre alt und wiesen Schussverletzungen sowohl durch scharfe Munition als auch durch Schrotkugeln auf.

Nach Angaben der in den USA ansässigen Human Rights Activists News Agency (HRANA) gab es am Samstagabend Demonstrationen in 184 weiteren Städten in Iran und Ostkurdistan – trotz einer seit Tagen andauernden nahezu vollständigen Internetsperre. Die Organisation dokumentierte zudem mehr als 2.400 Festnahmen seit Beginn der Proteste am vorletzten Sonntag. Die Dunkelziffer liege aber vermutlich deutlich höher.

 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rückkehr nach acht Jahren: Erster Konvoi mit Vertriebenen erreicht Efrîn

Nordostsyrien: Gründungskongress der islamischen Bewegung "Ahl al-Bait"

Auch diese Katze war Teil des 1. Rückkehr-Konvois