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Iran: In manchen Städten mussten sich die Repressionskräfte zurückziehen

 


Bei den Protesten in Iran und Rojhilat, die vom iranischen Regime brutal unterdrückt werden, sind innerhalb von zwölf Tagen mindestens 34 Demonstrant:innen, darunter fünf Kinder, getötet und mehr als 2.200 Menschen festgenommen worden.

Brutale Regimegewalt
 
ANF / REDAKTION, 8. Jan. 2026.

In Iran und Rojhilat (Ostkurdistan) dauern seit bereits zwölf Tagen Proteste gegen die wirtschaftliche, soziale und politische Krise im Land an, auf die das iranische Regime mit äußerster Härte und Brutalität reagiert. Trotz dieser massiven Repressionen breiten sich die Aufstände von Tag zu Tag weiter aus.

Dokumentierte Gewalt

Auf Bildern und Videos, die in den Sozialen Medien verbreitet werden, ist zu sehen, wie iranische Regimekräfte während der seit zwölf Tagen andauernden Proteste brutalste Gewalt gegen Demonstrierende anwenden. Die bei den Angriffen verletzten Demonstrant:innen trauen sich häufig nicht, Krankenhäuser für eine Behandlung aufzusuchen. Allzu oft stürmen bewaffnete Einheiten medizinische Einrichtungen und nehmen die Hilfesuchenden fest.

Proteste breiten sich aus

Die Proteste haben sich mittlerweile auf 31 Städte, 111 Bezirke und 348 Gemeinden in Iran und Ostkurdistan ausgeweitet. Bislang haben 45 Universitäten ihre Unterstützung für die Proteste bekundet.

Berichten aus der Region zufolge haben sich die Sicherheitskräfte und die Revolutionsgarden in vielen Städten zurückgezogen, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen wurden geschlossen.

Über 2.000 Festnahmen

Nach Angaben der in den USA ansässigen Human Rights Activists News Agency (HRANA) wurden in den vergangenen zwölf Tagen der Proteste mindestens 34 Demonstrant:innen, darunter 5 Kinder, getötet, 2.217 Personen festgenommen und Dutzende verletzt.

Die Aussagen der Festgenommenen werden ohne Anwesenheit ihres Rechtsbeistands unter Zwang aufgenommen und die unter Druck erlangten Aussagen werden in den staatlichen Medien veröffentlicht.

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