Breite Mobilisierung in Nord- und Ostsyrien zur Unterstützung Aleppos
In Reaktion auf die Angriffe auf Şêxmeqsûd und Eşrefiyê hat eine breite Mobilisierung in Nord- und Ostsyrien begonnen. Hunderte bereiten sich auf den Weg nach Aleppo vor, um ihre Solidarität zu zeigen und die belagerten Viertel zu unterstützen.
Nach der Erklärung des Volksrats von Şêxmeqsûd und Eşrefiyê bereiten sich in zahlreichen Städten der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) hunderte Menschen auf einen bevorstehende Fahrt nach Aleppo. Ihr Ziel: Solidarität mit den belagerten Stadtteilen zeigen und den Widerstand unterstützen.
Zuvor hatte der Volksrat mitgeteilt, dass die seit Dienstag andauernden Angriffe der syrischen Übergangsregierung auf die kurdisch geprägten Stadtteile im Norden Aleppos ohne nennenswerte Unterbrechung fortgesetzt werden. Das Gremium warf den Söldnern der islamistischen Führung in Damaskus Massaker an der Zivilbevölkerung vor und wies Forderungen nach Kapitulation entschieden zurück. Man werde die Viertel mit allen Mitteln verteidigen.
Unmittelbar nach der Erklärung kündigte die kurdische Rothalbmondorganisation Heyva Sor a Kurd
die Entsendung eines medizinischen Konvois mit 15 Fahrzeugen an. Ziel
sei es, Verwundete zu evakuieren und dringend benötigte Hilfsgüter in
die eingeschlossenen Stadtteile zu bringen.
Gleichzeitig wächst nun die zivile Solidarität: Aus den Kantonen Cizîrê, Deir ez-Zor, Raqqa, Tabqa und Firat bereiten sich zahlreiche Menschen darauf vor, nach Aleppo zu reisen. In den jeweiligen Städten berichten die lokalen Volksräte von intensiven Vorbereitungen. „Unser Volk lässt die Bewohner:innen von Şêxmeqsûd und Eşrefiyê nicht allein. Ihr Widerstand ist auch unser Widerstand“, heißt es aus mehreren Kommunen.
Die Meldung wurde um 15:08 Uhr aktualisiert und durch das eingebettete Video ergänzt
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