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Die ezidischen Widerstanseinheiten YBŞ zum 10. Jahrestag der Befreiung von Şengal

Anlässlich des zehnten Jahrestags der Befreiung von Şengal erklärt das YBŞ-Kommando in einer Stellungnahme, dass Organisation, Einheit und legitime Verteidigung die Garantie für eine Zukunft ohne Genozide und Tragödien seien.

Garantien für eine Zukunft ohne Massaker
 
ANF / ŞENGAL, 13. Nov. 2025.

Das Kommando der Widerstandseinheiten Şengals (YBŞ) hat anlässlich des zehnten Jahrestags der Befreiung von Şengal eine Erklärung abgegeben, in der es diesen als Jubiläum des 2heldenhaften Widerstands des ezidischen Volkes, das Şengal von den IS-Banden befreit hat“ bezeichnet. Das Massaker vom 3. August habe eine tiefe Wunde im Gewissen der gesamten Menschheit hinterlassen.

In der Erklärung heißt es: „Das Ausmaß der Bedrohung für die Existenz des ezidischen Volkes und aller Völker, die sich nach Freiheit sehnen, ist offensichtlich. Dank der von uns aufgebauten Organisationsstrukturen, des wachsenden Lebenswillens, unserer treuen militärischen Selbstverteidigung und der Inspiration, die wir aus den Ideen und der Philosophie von Abdullah Öcalan schöpfen, hat unser Weg des Widerstands, der Organisation und eines freien Lebens zum Sieg geführt.“

Anhaltende Angriffe auf Selbstbestimmung

Dank der Bemühungen Hunderter von YBŞ- und YJŞ-Kämpfer:innen (Fraueneinheiten Şengals), die ihr Leben verloren haben, seien eine autonome Verwaltung und ein Geist des Widerstands etabliert worden. Diese Errungenschaften sind jedoch anhaltenden Angriffen ausgesetzt: „Zu Beginn des zweiten Jahrzehnts der Befreiung dauern die Bedrohungen an, und der Feind, angeführt vom besetzenden türkischen Staat und seinen Verbündeten, greift weiterhin unsere Errungenschaften und die Symbole unseres Kampfes an. Aber so wie wir die IS-Banden in den Bergen und Ebenen besiegt haben, werden wir auch heute alle Versuche der Besetzung und des Verrats mit größerer Organisation, Bewusstsein und unerschütterlichem Widerstand zunichte machen.“

Die Erklärung gedachte „mit Dankbarkeit unserer Gefallenen, die das Land Şengal mit ihrem Blut verteidigt haben, in der Person von Dilşêr, Egîd, Nûjîn, Medya, Berxwedan, Argêş und Seîd. Diese Held:innen sind das lebendige Gewissen unseres Volkes; wir werden unsere Kraft und Entschlossenheit einsetzen, um unsere Gesellschaft und unsere Errungenschaften zu schützen.“

Eine Zukunft ohne Tragödie

Die „Bewahrung dieses großen Erbes“ sei eine kollektive Verantwortung. In diesem Sinne heißt es in der Erklärung abschließend, „Organisation, Einheit und legitime Verteidigung“ seien „die Garantie für eine Zukunft ohne Genozide und Tragödien“. Dieser Jahrestag der Befreiung Şengals solle daher genutzt werden, um die eigenen Reihen zu stärken und das Versprechen an die Gefallenen zu bekräftigen, die „Bemühungen um den Aufbau einer freien und demokratischen Gesellschaft fortzusetzen“.

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