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Straßenzugang zu kurdischen Vierteln in Aleppo teilweise wieder geöffnet


Nach tagelanger Blockade durch die syrische Übergangsregierung wurden drei Zufahrtsstraßen zu den kurdisch geprägten Vierteln Şêxmeqsûd und Eşrefiyê in Aleppo wieder geöffnet. Vier Hauptstraßen bleiben weiterhin gesperrt.

Teilöffnung der belagerten Viertel in Aleppo
 
ANF / ALEPPO, 10. Okt. 2025.

In der nordsyrischen Stadt Aleppo haben Einheiten der syrischen Übergangsregierung drei zuvor blockierte Straßen zu den kurdischen Stadtteilen Şêxmeqsûd und Eşrefiyê wieder für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Die Straßensperren, bestehend aus Erdwällen, sind bereits am Donnerstag entfernt worden, wie ein ANHA-Reporter berichtete.

Noch am frühen Donnerstagmorgen war der Zugang zu den beiden nördlich vom Stadtzentrum gelegenen Bezirken auf zwei Fußgängerpassagen beschränkt – am Al-Award-Checkpoint und am Shayhan-Kreisel. Im Laufe des Tages öffneten Damaszener Truppen zusätzlich die Straße beim Eşrefiyê-Park sowie zwei weitere Zufahrten.

Trotz der teilweisen Öffnung bleiben vier zentrale Verbindungswege weiterhin durch die selbsternannte Übergangsregierung blockiert: Layramoun-Kreisel, Jandoul-Kreisel, die Al-Jazeera-Straße und ansteigende Zufahrtsstraße zum Viertel Eşrefiyê.

Die vollständige Abriegelung der Stadtteile hatte am 6. Oktober begonnen. Truppen der syrischen Armee versuchten, mit Panzern sowie gepanzerten Fahrzeugen in die dicht besiedelten Wohngebiete vorzudringen. Zwei Menschen wurden von gepanzerten Fahrzeugen erfasst und tödlich verletzt. Über 60 weitere Personen wurden verletzt, unter anderem durch den Einsatz von scharfer Munition und Tränengas.

 

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