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UN trifft sich mit PYD in Damaskus

 


Bei einem Treffen in Damaskus betonten PYD und UN die Notwendigkeit eines inklusiven politischen Dialogs. Ziel sei der Aufbau eines neuen Syriens auf Grundlage von Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Fortsetzung des politischen Dialogs gefordert
 
ANF / DAMASKUS, 16. Aug. 2025.

Vertreter:innen der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) und der Vereinten Nationen (UN) haben sich am Freitag in der syrischen Hauptstadt Damaskus zu einem Gespräch über die politischen Perspektiven im Land getroffen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Notwendigkeit eines inklusiven politischen Dialogs sowie die Stärkung von Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Die PYD-Delegation wurde von Sema Begdaş, Ko-Vorsitzende des Büros für Außenbeziehungen, geleitet. An dem Gespräch nahmen außerdem PYD-Vertreter aus Damaskus sowie Mitglieder des Teams des UN-Sondergesandten für Syrien, Geir Pedersen, und der Leiter des UN-Menschenrechtsbüros in Syrien, Abdulaziz Abdulaziz, teil.

Beide Seiten diskutierten die aktuelle politische und humanitäre Lage im Land, Möglichkeiten für eine politische Lösung und den Aufbau von Vertrauen zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Kräften Syriens.

Die PYD-Vertretung warnte in dem Gespräch vor zunehmender Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD). Diese Form von Hassrhetorik stelle ein erhebliches Hindernis für eine politische Lösung dar, betonte die Delegation, und rief zur Förderung eines friedlichen Miteinanders auf.

Die UN-Seite wies jegliche Form von Hassrede zurück und unterstrich ihre Unterstützung für den innersyrischen Dialog. In diesem Zusammenhang verwies Pedersen auf das Abkommen vom 10. März zwischen dem QSD-Generalkommandanten Mazlum Abdi und Ahmed al-Scharaa, dem sogenannten Präsidenten der selbsternannten syrischen Übergangsregierung, das aus UN-Sicht einen positiven Beitrag zur Entspannung geleistet habe.

Ziel bleibe der Aufbau eines neuen Syrien auf Grundlage von Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe. Der politische Dialog müsse fortgeführt und um alle relevanten Akteure erweitert werden, so die UN-Vertreter. „Ein freies und demokratisches Syrien ist möglich“, erklärten beide Seiten zum Abschluss des Treffens. Voraussetzung dafür sei jedoch die Einbindung aller politischen Kräfte sowie die aktive Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft.

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