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Kraftstoffembargo legt Verkehr in Şêxmeqsûd und Eşrefiyê lahm


Das von der syrischen Übergangsregierung verhängte Embargo hat den Verkehr in den kurdischen Stadtteilen Aleppos, Şêxmeqsûd und Eşrefiyê, zum Erliegen gebracht. Die Selbstverwaltung warnt außerdem vor Folgen für den Winter.

Selbstverwaltung in kurdischen Stadtteilen Aleppos warnt vor Winter
 
ANF / REDAKTION, 20. Aug. 2025.

Elif Eslen, Ko-Vorsitzende des für die Kraftstoffversorgung zuständigen Komitees Kraftstoffkomitees der beiden kurdischen Stadtteile Aleppos, hat erklärt, dass das von der syrischen Übergangsregierung verhängte Embargo den Verkehr zum Erliegen gebracht habe. Demzufolge dürften Şêxmeqsûd und Eşrefiyê seit etwa einer Woche nicht mehr mit Dieselkraftstoff beliefert werden.

Eslen verwies auf die Parallelen dieser Maßnahme zu der Politik des ehemaligen Baath-Regimes. Der Wechsel müsse sich an mehr als am Austausch von Personen zeigen: „Die Regierung mag sich geändert haben, aber die Denkweise bleibt dieselbe. Der Winter steht vor der Tür, und wenn dieses Problem nicht gelöst wird, werden die Menschen in große Not geraten.“

Die derzeitige Kraftstoffversorgung reiche laut Eslen gerade aus, um den Bedarf von Gesundheitseinrichtungen, Dienstleistungsbetrieben und Generatoren zu decken. Jegliche anderen Bedürfnisse der Bevölkerung könnten derzeit nicht befriedigt werden. Sie mahnte außerdem an, dass es keine Möglichkeiten mehr gebe, sich durch Lagerung auf den Winter vorzubereiten.

Eslen verwies auf den Verstoß gegen das am 1. April unterzeichnete 14-Punkte-Abkommen. Diese Situation gefährde die Sicherheit und den sozialen Frieden in der Region.

 

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