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Umweltzerstörung durch türkische Angriffe in Nordostsyrien

Nicht nur die Bevölkerung leidet unter den türkischen Angriffen auf die zivile Infrastruktur in Nord- und Ostsyrien. Die Zerstörung von Brennstofftanks sorgt außerdem für massive Umweltverschmutzung.

Mit intensivem Terror aus der Luft hat die türkische Armee im Januar ihre dritte Angriffswelle innerhalb von drei Monaten gegen die zivile Infrastruktur von Nord- und Ostsyrien geflogen. Wohngebiete wurden beschossen, Kraftwerke zerstört und Brennstofftanks bombardiert. Die austretenden Stoffe sorgen für eine massive Umweltbelastung.

Ein Beispiel dieser Zerstörung ist der Fluss Cexcex (ar. Nahr al-Jaghjagh) bei Qamişlo. Nach der Bombardierung von Treibstofftanks strömten große Mengen an Rohöl in den Fluss und vergifteten das Wasser. Der Ölteppich stellt eine Bedrohung für die Fauna und Flora, die Landwirtschaft und die Anwohner:innen dar.

Der Rat von Tel Brak versucht gemeinsam mit der Institution für Landwirtschaft und Bewässerung und dem Büro für Wasserversorgung der Selbstverwaltung, den Ölteppich auf dem Fluss mit schwimmenden Dämmen aufzuhalten. Die Basisräte beteiligen sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln an der Reinigungsarbeit. Das gesammelte Öl soll an die Ölgesellschaft in Rimêlan zur Entsorgung übergeben werden.

Die Ko-Vorsitzende des Rates, Sîmav Etê, erklärte auf einer Protestkundgebung gemeinsam mit Vertreter:innen der Zivilgesellschaft, dass die Vergiftung des Cexcex eine massive Bedrohung für die Region darstelle. Der Cexcex ist einer der wenigen Flüsse in der Region und mündet bei Hesekê in den Xabûr.

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