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Efrîn: 23 Dschihadisten bei russischen Luftangriffen getötet


Bei russischen Luftangriffen im Raum Efrîn sind mindestens 23 Mitglieder der protürkischen Söldnertruppe „Syrische Nationale Armee“ getötet worden.

Bei den russischen Luftangriffen vom Wochenende im Nordwesten von Syrien sind mindestens 23 Mitglieder der protürkischen Söldnertruppe „Syrische Nationale Armee“ (SNA) getötet worden. Die Dschihadisten gehörten verschiedenen Besatzungsmilizen an, darunter der Hamza-Division (Furqat al-Hamza), Faylaq al-Sham und Ahrar al-Sharqiya. Allein siebzehn der Söldner wurden bei der Bombardierung des Hauptquartiers der Hamza-Division im 18 Kilometer südlich von Zentral-Efrîn gelegenen Dorf Beradê (Barad) im Kreis Şêrawa getötet. Weitere Luftangriffe folgten auf die Ortschaften Basil und Cilbirê.

Die Zahl der Toten kann sich noch erhöhen, weil unter den Trümmern weiterhin nach Verschütteten gesucht wird. Zu Angriffen von Russland kam es auch in anderen Regionen der türkischen Besatzungszone. Verzeichnet wurden mehrere Luftschläge im Umland der seit zwei Jahren besetzten Stadt Serêkaniyê (Ras al-Ain) und in Til Temir. Das Aktivistennetzwerk Afrin Post meldete insgesamt 45 tote Besatzer. Es gebe zudem eine unbekannte Zahl an Verletzten, die in Krankenhäuser in Efrîn eingeliefert worden seien.

Die Luftangriffe sollen als Reaktion auf Angriffe protürkischer Dschihadisten auf die syrische Armee erfolgt sein. Die Besatzungsmilizen antworteten ab dem späten Abend mit Artillerieangriffen auf Ziele innerhalb und außerhalb der nordostsyrischen Autonomiegebiete. Einschläge wurden in den Dörfern Soxanekê, Meyasê, Qinetira und Bircqusê bei Şêrawa sowie in der Ortschaft Semoqa im Kanton Şehba. Früher am Tag war zudem ein Hubschrauber der russischen Armee bei einem Patrouillenflug über dem Dorf al-Dardara in Til Temir attackiert worden. Die Maschine wurde offenbar nicht beschädigt, musste allerdings zu ihrem Startpunkt umkehren.

 

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