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Besatzungstruppen greifen Dörfer bei Minbic an


In Dörfern östlich von al-Bab sind in der vergangenen Nacht Dutzende Artilleriegranaten eingeschlagen. Der Militärrat Minbic verurteilt die Bombardierung der Zivilbevölkerung durch die Türkei als Kriegsverbrechen.

Die türkischen Besatzungstruppen in Nordsyrien haben vergangene Nacht Dörfer im Osten von al-Bab mit Granaten bombardiert. Das teilt der Militärrat Minbic mit. Zwischen vier und acht Uhr morgens sind knapp hundert Mörsergranaten in den Dörfer al-Arima, al-Kawkli, Qirt Wiran und Korhyuk eingeschlagen. Die Angriffe sind von einem türkischen Stützpunkt in Scheich Nasser erfolgt. Der Militärrat Minbic erklärte dazu: „Die türkische Besatzungsarmee verletzt internationale Standards, indem sie die Zivilbevölkerung im Osten der Stadt al-Bab kontinuierlich bombardiert.“

In der Umgebung von Minbic kommt es seit der Besetzung von Serêkaniyê (Ras al-Ain) und Girê Spî (Tall Abyad) im Herbst 2019 im Rahmen eines „Krieges niedriger Intensität“ regelmäßig zu Angriffen, vor allem durch Söldner des von der Türkei aufgebauten Milizverbandes „Syrische Nationalarmee” (SNA). Seit Ende letzten Jahres nehmen die Attacken immer heftigere Ausmaße an. Minbic stellte während der Herrschaft der Terrororganisation „Islamischer Staat” (IS) den Knotenpunkt zur logistischen Versorgung des selbsternannten Kalifats aus der Türkei dar und ist am 15. August 2016 befreit worden. Für die Verteidigung der Region sorgt der Militärrat Minbic (MMC), der eine Komponente der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) ist.

 

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