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PYD trifft mit arabischen Vertretern zusammen


Das Diplomatie-Komitee der PYD ist in der nordsyrischen Kleinstadt Tirbespiyê mit arabischen Intellektuellen und Meinungsvertretern zusammengetroffen. Der PYD-Vorsitzende Şahoz Hesen äußerte sich zum Dialog mit der syrischen Regierung. 


Auf einer Versammlung des Diplomatie-Komitees der PYD mit arabischen Intellektuellen und einflussreichen Persönlichkeiten in Tirbespiyê hat Şahoz Hesen als Ko-Vorsitzender der PYD über die jüngsten politischen Entwicklungen gesprochen. Der PYD-Politiker verwies auf die türkische Invasion in Nordostsyrien und betonte, dass dieser Angriff allen in der Region lebenden Völkern gelte.
Bereits die Geschichte des Osmanischen Reiches sei finster gewesen, sagte Hesen: „Die Erfahrungen der Türkei mit Besatzungen gehen weit in die Geschichte zurück. Die osmanische Besatzung hat jahrhundertelang Unwissenheit verbreitet. Erdoğan hat den IS unterstützt und sich sehr bemüht, um ihn zurück zu holen. Seit der Niederlage des IS bemüht er sich um eine Neuauflage des osmanischen Kalifats. Die Völker der Region haben wichtige Entwicklungen erlebt. Diese Errungenschaften sind nicht einer Partei oder einer Bevölkerungsgruppe zu verdanken, sondern unseren Tausenden Gefallenen.“
Zu den stattfindenden Gesprächen mit der syrischen Regierung und Russland erklärte Hesen: „Das Regime und Russland wollen einzig mit den Kurden in einen Dialog treten. Sie wollen den Demokratischen Syrienrat (MSD) und die Autonomieverwaltung nicht Vertretung der Völker sehen. Wir haben diesen Vorschlag abgelehnt und mitgeteilt, dass jeder Dialog mit dem Regime oder Russland mit dem MSD und der Autonomieverwaltung geführt werden muss. Unsere Einstellung ist seit Beginn der Revolution von Rojava eindeutig. Unser Ziel ist die Bewahrung der territorialen Gesamtheit Syriens und die Etablierung eines demokratischen Systems im Land.“

MSD und Autonomieverwaltung
Der 2015 gegründete Demokratische Syrienrat (MSD) ist eine politische Dachorganisation, die den politischen Rahmen für die Lösung des syrischen Konflikts durch innersyrische Gespräche und diplomatische Arbeit bildet. Im MSD sind Vertreter*innen politischer Parteien, der Zivilgesellschaft, der Autonomieverwaltung und Einzelpersonen. Während die Autonomieverwaltung über gewählte Organe für die Verwaltung der sieben Regionen in Nord- und Ostsyrien verantwortlich ist, vertritt der MSD die politischen Parteien und die Zivilgesellschaft. Er ist darauf ausgerichtet, ganz Syrien zu einer föderalen, demokratischen, geschlechtergleichberechtigten und multikulturellen politischen Einheit zu vereinen.

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