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Protest gegen Erdoğan in Budapest

In Budapest haben Tausende Menschen gegen den Besuch des türkischen Staatschefs Erdoğan und die völkerrechtswidrige Invasion in Nordsyrien protestiert.


Der türkische Präsident Tayyip Erdoğan ist beim „Arbeitsforum Ungarn-Türkei“ in Budapest mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zusammengetroffen. Auf dem Oktogon-Platz protestierten Trausende Menschen gegen den türkischen Angriff auf Nordostsyrien.
Die Demonstrant*innen trugen Fotos von Todesopfern der türkisch-dschihadistischen Angriffe, darunter auch der kurdischen Politikerin Havrin Khalaf, die von Islamisten misshandelt und ermordet worden ist.
Ungarn unterstützt die am 9. Oktober gestartete türkische Invasion. Der Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony vertritt eine andere Meinung als die Regierung. Bei einer Solidaritätsdemonstration für Rojava in der vergangenen Woche hisste er eine kurdische Fahne am Rathaus der ungarischen Hauptstadt.
Zu dem Protest gegen Erdoğan hat unter anderem der ungarische Philosoph und Politiker Gâspâr Miklôs Tamâs aufgerufen. „Die Regierungen, die die Kurden im Stich gelassen haben, werden dafür bezahlen: Die Stunde der Abrechnung ist nahe“, erklärte er vergangene Woche in einem Kommentar für ANF.

(Gergely Karacsony war vor 4 Wochen als Kandidaat eines Oppositions-Bündnisses gegen den Fidezc-Kandidaten zum neuen Oberbürgermeister von Budapest gewählt worden.) Er erklärte:"Wenn ein Diktator nach Budapest kommt, muss ich auch in meiner Eigenschaft als Oberbürgermeister protestieren. Dass am Fenster meines Arbeitszimmers die kurdische Fahne hängst, ist kein Zufall. Als ein Bürgermeister für den Frieden spürte ich, dass mein Platz an der Seite der Kurden sedin muss. Auch wenn die ungarische Regierung das so nicht sieht und es beauert, dass gegen den Besuch Erdogans die halbe Stadt lahmgelegt wird." (Yeni Özgür Politika, 9.11.2019)

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