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Handelskammer Hesekê boykottiert türkische Produkte

Die Handelskammer der nordsyrischen Großstadt Hesekê erklärt, dass türkische Produkte aufgrund der Invasion in Rojava ab sofort vollständig boykottiert werden.


Die gegen die türkische Wirtschaft gerichtete Boykott-Kampagne weitet sich aus. Die Handelskammer Hesekê hat heute angekündigt, den Handel mit türkischen Produkten vollständig einzustellen. Bekannt gegeben wurde die Entscheidung im Beisein von Mitgliedern der zivilgesellschaftlichen Organisation TEV-DEM und des Frauendachverbands Kongreya Star auf dem Gelände des Gemüsegroßmarktes in Hesekê.
Im Namen des Vorstands der Handelskammer erklärte Omar Abdi, dass mit dem Kauf von Waren aus der Türkei die Wirtschaft des Landes gestärkt und damit die türkische Invasion in Nordsyrien unterstützt wird. „Die Gewinne werden als Munition bei der Besatzungsoperation gegen uns eingesetzt. Deshalb boykottieren wir türkische Produkte und stärken unsere eigene Wirtschaft, indem wir die lokale Produktion unterstützen.“
Die Boykottkampagne sieht wirtschaftliche Sanktionen als wirksamste Waffe gegen das Regime in Ankara und wird nicht nur in Rojava, sondern auch in Südkurdistan geführt. Weltweit findet eine Beteiligung an der Kampagne insbesondere durch einen Tourismusboykott und Blockadeaktionen gegen türkische Fluglinien statt. An mehreren Universitäten in Europa wird außerdem ein akademischer Boykott gefordert.

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