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Rückkehr nach Efrîn: Vier junge Männer von Übergangsregierung festgenommen


Nach der Rückkehr einer weiteren Gruppe Vertriebener nach Efrîn sind vier junge Männer von Truppen der syrischen Übergangsregierung festgenommen worden.

Festnahmen überschatten Rückkehr von Vertriebenen
 
ANF / EFRÎN, 15. April 2026.

Die Rückkehr von Vertriebenen nach Efrîn (Afrin) wird von Repression überschattet. Vier junge Männer, die am Dienstag im Rahmen der jüngsten Rückkehrbewegung in die Region zurückgekehrt waren, sind von Truppen der syrischen Übergangsregierung festgenommen worden.

Nach vorliegenden Informationen wurden die Rückkehrer:innen unmittelbar nach ihrer Ankunft kontrolliert. Sicherheitskräfte seien in die Fahrzeuge eingestiegen, hätten Mobiltelefone durchsucht und Ausweisdokumente beschlagnahmt. Vier Personen wurden festgenommen, eine von ihnen später wieder freigelassen. Drei junge Männer befinden sich weiterhin in Gewahrsam. Zur Begründung wurden keine Angaben gemacht.

Ankunft einer Kolonne von Vertriebenen am Dienstag in Efrîn

Die Maßnahmen werfen Fragen hinsichtlich der Sicherheit des Rückkehrprozesses auf. Die Rückkehr nach Efrîn erfolgt auf Grundlage des Abkommens zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der Übergangsregierung in Damaskus vom 29. Januar. Dieses sieht die Rückkehr von Vertriebenen in ihre Herkunftsregionen vor. Die Festnahmen sowie die Kontrolle persönlicher Geräte und Dokumente stehen jedoch im Widerspruch zu den Erwartungen vieler Rückkehrender, die auf sichere Bedingungen gehofft hatten.

Rückkehrbewegung nach Efrîn

Am Vortag hatte die mittlerweile dritte Gruppe Vertriebener ihre Rückkehr nach Efrîn angetreten. Rund 800 Familien versammelten sich am Morgen im Umland von Qamişlo und machten sich mit zahlreichen Fahrzeugen auf den Weg in ihre Heimat. Bereits zuvor waren im März rund 400 Familien sowie Anfang April etwa 200 weitere nach Efrîn zurückgekehrt.

 

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