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Akitu-Fest: Assyrische Einheitspartei fordert nationalen Dialog in Syrien

 

Akitu-Fest: Assyrische Einheitspartei fordert nationalen Dialog in Syrien

Zum Neujahrsfest Akitu am 1. April hat die Assyrische Partei der Einheit zu nationalem Dialog und einer neuen Verfassung aufgerufen. Sie fordert gleiche Rechte für alle Bevölkerungsgruppen in Syrien.

Neujahrsfest der Suryoye
 
ANF / QAMIŞLO, 1. April 2026.

Anlässlich des Neujahrsfestes Akitu hat die Assyrische Partei der Einheit zu einem umfassenden nationalen Dialog und einer neuen Verfassung in Syrien aufgerufen. In einer Erklärung betonte die Partei die Notwendigkeit, die Rechte aller Bevölkerungsgruppen dauerhaft zu sichern.

Akitu, das traditionelle Neujahrsfest der Suryoye-Gemeinschaft, steht für Erneuerung und Neubeginn. Mit Blick auf das assyrische Jahr 6776 erklärte die Partei, das Fest sei „ein Symbol für einen neuen Anfang“. Zugleich verwies sie auf die historische Kontinuität der Gemeinschaft, die trotz „Politiken der Auslöschung, Vertreibung und Marginalisierung“ ihre kulturelle und sprachliche Identität bewahrt habe.

In ihrer Erklärung rückte die Partei die aktuelle Situation in Syrien in den Mittelpunkt. Das Land befinde sich nach Jahren von Krieg und Zerstörung in einer entscheidenden Phase, gleichzeitig bestünden weiterhin tiefgreifende Probleme. Diese wirkten sich direkt auf den gesellschaftlichen Frieden aus und verschärften Spannungen zwischen verschiedenen Gruppen.

Vor diesem Hintergrund forderte die Partei einen grundlegenden politischen Wandel. Es brauche eine neue Herangehensweise, die Vielfalt anerkennt und die Beteiligung aller gesellschaftlichen Kräfte sicherstellt. „Bevor Syrien in ein weiteres Chaos gerät, braucht es einen umfassenden nationalen Dialog unter Beteiligung aller politischen Kräfte“, heißt es in der Erklärung.

Ziel eines solchen Prozesses müsse die Ausarbeitung einer dauerhaften Verfassung sein. Diese solle „die Volkssouveränität, die Rechtsstaatlichkeit sowie die individuellen und kollektiven Freiheiten garantieren“. Gleichzeitig müsse sie gegenüber allen religiösen und ethnischen Gruppen neutral sein und die gesellschaftliche Vielfalt ausdrücklich anerkennen.

Dabei betonte die Partei auch die Bedeutung verfassungsrechtlicher Garantien für die Gemeinschaft der Suryoye. Deren Rechte müssten ausdrücklich geschützt und verankert werden. Zum Abschluss übermittelte die Partei ihre Glückwünsche zum Fest und erklärte: „Wir senden unsere herzlichen Grüße an unser Volk und besonders der Familien unserer Gefallenen.“

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