Iran droht mit Angriffen auf „alle Einrichtungen“ in Südkurdistan
Teheran hat mit umfassenden Angriffen auf die Kurdistan-Region des Irak gedroht, falls Kämpfer:innen ostkurdischer Parteien von dort nach Iran eindringen sollten. Seit Beginn des Krieges greift Iran die Region bereits regelmäßig mit Drohnen und Raketen an
Das iranische Regime hat mit umfassenden Angriffen auf die Kurdistan-Region des Irak (KRI) gedroht, falls Kämpfer:innen ostkurdischer Parteien von dort aus nach Iran eindringen sollten. In diesem Fall würden „alle Einrichtungen der Region des kurdischen Irak“ Ziel iranischer Angriffe werden, erklärte der iranische Verteidigungsrat laut der staatlichen Nachrichtenagentur Mehr.
In dem Schreiben heißt es demnach, bislang seien lediglich Stützpunkte der USA und Israels sowie Einrichtungen „separatistischer Gruppen“ ins Visier genommen worden. Sollte es jedoch zu einem Eindringen bewaffneter Kämpfer:innen ostkurdischer Parteien von Südkurdistan aus in iranisches Staatsgebiet kommen, werde Teheran seine Angriffe auf sämtliche Einrichtungen in der Region ausweiten.
Angriffe auf Kurdistan-Region dauern bereits an
Die Drohungen erfolgen vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation in der Region. Seit Beginn des Angriffskrieges der USA und Israels gegen das Regime in Iran greifen Truppen der Islamischen Republik sowie mit Teheran verbündete Stellvertretergruppen die Kurdistan-Region des Irak wiederholt mit Drohnen und Raketen an. Ziel dieser Angriffe sind nicht nur Lager ostkurdischer Oppositionsparteien, die in der KRI stationiert sind. Auch zivile Infrastruktur in der Region wurde bereits mehrfach getroffen.
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