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Kurdisch-Syrische Delegation in Efrîn

 


Eine Delegation der kurdischen Selbstverwaltung und der syrischen Übergangsregierung ist in Efrîn eingetroffen, um die Rückkehr gewaltsam Vertriebener zu koordinieren. Grundlage ist das Abkommen zwischen den QSD und der Übergangsregierung.

Vorbereitung der Rückkehr von Vertriebenen
 
ANF / EFRÎN, 22. Feb. 2026.

Eine Delegation der kurdischen Selbstverwaltung und der syrischen Übergangsregierung ist am Sonntag in Efrîn eingetroffen, um die Rückkehr der aus der Region vertriebenen Bevölkerung vorzubereiten. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen soll es bei dem Besuch um organisatorische und sicherheitsrelevante Fragen im Zusammenhang mit der geplanten Rückkehr gehen.

Zu der Delegation gehören der Asayîş-Kommandant Mehmûd Xelîl Elî (auch bekannt als Siyamend Efrîn), der von den Machthabern in Damaskus eingesetzte Sicherheitschef für die Region Hesekê Marwan al-Ali sowie weitere Verantwortliche aus Aleppo. Geplant ist ein Treffen mit lokalen Stellen, um die Modalitäten einer sicheren Rückkehr zu koordinieren.


Die Inspektion in Efrîn steht im Zusammenhang mit dem am 29. Januar zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) und der syrischen Übergangsregierung unterzeichneten Abkommen. Eine der zentralen Bestimmungen sieht die sichere Rückkehr gewaltsam vertriebener Bewohner:innen in ihre Herkunftsgebiete vor.

Hunderttausende weiterhin vertrieben

Seit der Besetzung Efrîns im Jahr 2018 durch die Türkei und mit Ankara verbündete Dschihadistenmilizen leben hunderttausende Menschen aus Efrîn unter schwierigen Bedingungen in anderen Städten Nordostsyriens. Viele sind in Schulen, Moscheen oder öffentlichen Einrichtungen sowie Vertriebenenlagern untergebracht.

Vor rund einer Woche hatten der Sozialverband Efrîns und der Rat der Vertriebenen aus Efrîn und Şehba die Rückkehr in die Region angekündigt. Demnach sollen in einer ersten Etappe rund 400 bis 500 Familien nach Efrîn zurückkehren. Der konkrete Termin für die soll noch in dieser Woche festgelegt werden. Die Frage der Sicherheit gilt dabei als entscheidend, da Eigentumsfragen, Infrastruktur und Schutzmechanismen vor Ort weiterhin sensibel sind.

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