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Kurd:innen, Araber:innen und Suryoye demonstrieren für Rojava

 


In Midyad protestierten Kurd:innen, Araber:innen und Suryoye gemeinsam gegen die Angriffe auf Rojava und die anhaltende Blockade von Kobanê. Abgeordnete forderten die Öffnung der Grenzübergänge für humanitäre Hilfe.

Protest in Midyad
 
ANF / MÊRDÎN, 8. Feb. 2026.

In der Kreisstadt Midyad in der nordkurdischen Provinz Mêrdîn (tr. Mardin) haben am Sonntag zahlreiche Menschen gegen die Angriffe auf Rojava und die Blockade der Stadt Kobanê demonstriert. Aufgerufen hatte die Plattform Demokratischer Institutionen (DEKUP), Unterstützung gab es von den Parteien DEM und DBP.

An der Demonstration nahmen Kurd:innen, Araber:innen und Suryoye gemeinsam teil. Die Beteiligten zogen vom DEM-Büro zum Stadtzentrum und riefen dabei Parolen wie „Es lebe der Widerstand von Rojava“, „Yek e, yek e – gelê Kurd yek e“ (Das kurdische Volk ist eins) und „Rojava, Rojhilat e – Kurdistan yek welat e“. Auch die Union der Suryoye-Frauen und der Nationalrat Bethnahrin beteiligten sich sichtbar mit Fahnen und ihren Nationalfarben.

In einer Ansprache erklärte die lokale DEM-Vorsitzende Nilüfer Elik Yılmaz: „Unsere Solidarität mit Rojava ist dauerhaft. Der Widerstand gegen die Belagerung und Angriffe wird weitergehen. Wir werden auf den Straßen bleiben.“

Der DEM-Abgeordnete Kamuran Tanhan kritisierte die türkische Regierung und forderte die sofortige Öffnung der Grenzübergänge: „Sich täglich auf ‚Geschwisterlichkeit‘ zu berufen, reicht nicht. Wenn Demokratie, Gleichheit und Menschlichkeit ernst gemeint sind, dann muss die Grenze für humanitäre Hilfe geöffnet werden, insbesondere in Pirsûs, Nisêbîn und Serê Kaniyê.“

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