Rojava: Dutzende Gefangene in Cizîrê freigelassen
In der Region Cizîrê sind 51 Gefangene im Beisein kurdischer und arabischer Stammesvertreter freigelassen worden. Die Behörden sprechen von einem Schritt zur „gesellschaftlichen Versöhnung“. Angaben zu den Haftgründen wurden nicht gemacht.
In der Region Cizîrê im Nordosten von Syrien sind am Samstag 51 Gefangene freigelassen worden. Die Maßnahme erfolgte nach Angaben der Selbstverwaltung mit Unterstützung und Beteiligung kurdischer und arabischer Stammesältester.
Der Gouverneur von Hesekê, Nûredîn Îsa Ehmed, erklärte bei einer Ansprache, die aktuelle Phase sei eine Phase des „Verzeihens und des Wiederaufbaus“, nicht der Ausgrenzung oder des Ausschlusses. Ziel sei es, den gesellschaftlichen Frieden zu stärken und Stabilität zu festigen.
Ehmed rief die Freigelassenen dazu auf, sich konstruktiv in die Gesellschaft zu integrieren. Auch wenn Einzelne in früheren Phasen Fehler begangen hätten, seien sie Teil desselben gesellschaftlichen Gefüges. Man verstehe sie als „Teil eines gemeinsamen Vaterlandes“, das von Zusammengehörigkeit geprägt sei.

Nach offiziellen Angaben soll die Freilassung zu einem Klima der Kooperation und der gemeinsamen Verantwortung beitragen. Der Gouverneur äußerte die Hoffnung, die Entlassenen würden künftig positiv zur Stabilität der Region beitragen.
Nicht mitgeteilt wurde jedoch, aus welchen Gründen die 51 Personen inhaftiert waren oder welche konkreten Vorwürfe ihnen zur Last gelegt wurden. Auch zu möglichen rechtlichen Auflagen im Zusammenhang mit der Freilassung wurden keine Angaben gemacht.
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