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QSD: „Angriffe werden Syrien in offenes Kriegsgebiet verwandeln“


Die QSD widersprechen Behauptungen, dass sie „in Aleppo über Streitkräfte verfügen“, was als vermeintliche Begründung für die Angriffe angegeben wird. Diese, so die Warnung, hätten das Potenzial, Syrien in ein offenes Kriegsgebiet zu verwandeln.

Keine Aktivitäten oder Präsenz in Aleppo
 
ANF / REDAKTION, 8. Jan. 2026.

Das Generalkommando der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) hat in einer Erklärung am Mittwochabend Behauptungen widersprochen, nach denen Einheiten des multiethnischen Militärbündnisses in Aleppo aktiv sein sollen. Türkisch unterstützte Truppen der syrischen Übergangsregierung greifen seit Dienstagmorgen die Aleppoer Stadtteile Şêxmeqsûd, Eşrefiyê und Beni Zeyd an. Die QSD warnen davor, dass die anhaltenden Angriffe auf die Zivilbevölkerung lokale Dimensionen überschreiten und Syrien erneut in ein offenes Kriegsgebiet verwandeln könnten.

QSD nicht in Aleppo

In der Stellungnahme verweist das Generalkommando eingangs darauf, dass die selbstverwalteten Viertel Şêxmeqsûd und Eşrefiyê bereits seit sechs Monaten umzingelt sind, obwohl sie „keinerlei militärische Bedrohung“ darstellten und von ihnen keine Angriffe auf Aleppo ausgingen. Behauptungen aus Damaskus, Einheiten der QSD hätten militärische Absichten oder wären gar in den Vierteln aktiv, wies es als unbegründet zurück. Sie seien lediglich ein Vorwand, „um die Blockade, die Angriffe und die Massaker an Zivilist:innen zu rechtfertigen“.

In aller Deutlichkeit wird in der Erklärung klargestellt: „Wir bestätigen, dass die Demokratischen Kräfte Syriens in Aleppo keine militärische Präsenz haben. Die QSD haben sich im Rahmen einer endgültigen Vereinbarung vor den Augen der Medien offen und dokumentiert aus Aleppo zurückgezogen und die Sicherheitsangelegenheiten an die Kräfte der Inneren Sicherheit übergeben.“

Garantiestaaten in der Verantwortung

Das Militärbündnis sieht insbesondere die Garantiestaaten und die zuständigen Stellen der syrischen Regierung in der Verantwortung, sich unverzüglich „dafür einzusetzen, dass die Belagerung und die militärischen Angriffe auf unschuldige Zivilist:innen in den Stadtteilen Şêxmeqsûd und Eşrefiyê eingestellt werden“.

Gefahr für ganz Syrien

Angesichts der aktuellen schweren Angriffe warnen die QSD davor, dass diese ihre lokale Dimension überschreiten und dazu führen könnten, „Syrien erneut in ein offenes Kriegsgebiet“ zu verwandeln. Abschließend unterstreichen sie erneut die Unrechtmäßigkeit der Attacken und benennen in diesem Zuge von den Milizen bereits begangene Verstöße gegen Internationales Recht:

„Wir verfolgen die Ereignisse in enger Abstimmung mit allen Parteien, die für die Sicherheit unserer Bevölkerung in den Stadtteilen Şêxmeqsûd und Eşrefiyê verantwortlich sind, mit großer Aufmerksamkeit und Sensibilität. Wir betonen, dass Belagerungen, Gewaltandrohungen, Angriffe auf die Zivilbevölkerung, die Anwendung von Druckmitteln oder die Verwendung von Menschen als Schutzschilde nach allen humanitären und rechtlichen Standards strafbar sind.“

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