Medizinisches Personal bei Angriff auf Xalid-Fecir-Klinik getötet
Bei erneuten Angriffen auf das Xalid-Fecir-Krankenhaus im kurdischen Stadtteil Şêxmeqsûd in Aleppo sind mehrere Mitglieder des medizinischen Personals getötet und verletzt worden. Die Einrichtung steht seit Tagen unter schwerem Beschuss.
Bei neuen Angriffen auf das Xalid-Fecir-Krankenhaus im Stadtteil Şêxmeqsûd in Aleppo ist wohl medizinisches Personal getötet worden. Nach Angaben aus der Klinik sind mehrere Mitglieder der Belegschaft bei abendlichen Bombardierungen ums Leben gekommen, weitere seien verletzt. Die genaue Zahl ist allerdings noch unklar.
Die medizinische Einrichtung im Norden von Aleppo versorgte zuletzt Dutzende Verwundete und Kranke, darunter Kinder, Frauen und ältere Menschen. Durch den offenbar mit Drohnen erfolgten Beschuss kam es zu schweren Schäden im Gebäude, in Teilen des Krankenhauses brach zudem die Stromversorgung zusammen. Auf einem von QSD-Pressesprecher Farhad Şamî auf X geteilten Video ist ein Brand im Inneren der Klinik zu sehen.
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Der medizinische Betrieb ist nach Angaben des Personals fast vollständig zum Erliegen gekommen. Mehrere Stationen seien nicht mehr funktionsfähig. Zudem fehle es an Medikamenten und medizinischem Material, während die Zahl der Verletzten weiter steige. Vertreter:innen der lokalen Selbstverwaltung sprechen von einer akuten Lebensgefahr für Patient:innen, verbliebenes medizinisches Personal und Zivilist:innen, die sich im Krankenhaus aufhalten. Es gebe dringende Appelle, den Beschuss sofort einzustellen, da die Lage „kritisch“ sei.
Angekündigter Angriff
Das Xalid-Fecir-Krankenhaus wird seit Tagen wiederholt von Truppen und Milizen der islamistischen Übergangsregierung in Damaskus mit Artillerie, Mörsern und Raketen beschossen. Am Freitag hatte das sogenannte syrische Verteidigungsministerium die Klinik öffentlich als Angriffsziel ausgewiesen. Eine vom Ministerium veröffentlichte Zielkarte zeigt die Koordinaten des Krankenhauses ausdrücklich als Teil eines bevorstehenden Militärschlags. Artikel 18 des vierten Genfer Abkommens bestimmt, dass Krankenhäuser „unter keinen Umständen das Ziel von Angriffen bilden“ dürfen und „jederzeit von den am Konflikt beteiligten Parteien geschont und geschützt werden“ sollen.
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