Drei Verletzte bei Beschuss von Suweida
Bei einem Mörserangriff auf das Umland der drusischen Stadt Suweida sind drei Menschen verletzt worden. Zeitgleich kam es zu Gefechten zwischen der Nationalgarde und Einheiten der syrischen Übergangsregierung.
Im Süden Syriens ist es erneut zu Gefechten und Angriffen gekommen. Mindestens drei Zivilist:innen wurden am Stadtrand der drusischen Provinz Suweida durch Mörserbeschuss verletzt. Laut einem ANHA-Reporter wurde der Angriff mutmaßlich von Truppen der syrischen Übergangsregierung aus der Ortschaft Walga am westlichen Stadtrand ausgeführt. Die Mörsergranaten schlugen demnach unweit des Al-Umran-Kreisverkehrs ein. Die Verletzten wurden in nahegelegene Krankenhäuser gebracht, wie lokale medizinische Stellen bestätigten.
Gefecht bei al-Mansura
Parallel zum Mörserbeschuss kam es am Frontabschnitt al-Mansura zu Zusammenstößen zwischen der drusischen Nationalgarde und Truppen der Übergangsregierung. Nach Angaben der Nationalgarde habe man auf „verdächtige Bewegungen“ reagiert. Dabei seien mittelschwere Waffen und Maschinengewehre eingesetzt worden.
Die Angriffe auf Suweida stehen in einer Reihe von regelmäßigen Verstößen gegen eine im vergangenen Sommer vereinbarte Waffenruhe, zu denen es vor allem entlang der Kontaktlinien in ländlichen Gebieten kommt. Der Nationalgarde zufolge sind neben regulären Truppen der Übergangsregierung auch pro-türkische Milizen unter dem Kommando des syrischen Verteidigungsministeriums für die Angriffe verantwortlich.
Drusische Nationalgarde
Die Nationalgarde vereint eine Vielzahl lokaler Gruppierungen, die in den vergangenen Jahren in Suweida entstanden sind. Dazu zählen unter anderem die „Söhne des Berges“-Versammlung, die Anti-Terror-Kräfte, die „Scheich al-Karama“-Brigaden, die „Hamza-Ritter“ sowie mehr als 20 weitere kleinere Einheiten. Der im August 2025 gebildete verband operiert unter der geistlichen Autorität der drusischen Religionsführung, vertreten durch Scheich Hikmat al-Hijri.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen