QSD-Delegation schließt Gesprächsrunde mit Übergangsregierung ab
Die heutigen Gespräche zwischen Vertreter:innen der QSD, YPJ und Asayîş und der Übergangsregierung über militärische Integration und Sicherheitskoordination sind beendet. Beide Seiten bewerten den Austausch als konstruktiv. Weitere Treffen sollen folgen.
Die jüngste Gesprächsrunde zwischen militärischen und sicherheitspolitischen Vertreter:innen aus der Autonomieregion Nord- und Ostsyriens und der syrischen Übergangsregierung in Damaskus ist abgeschlossen. Wie aus Kreisen der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) am Montag verlautete, fanden die Gespräche in konstruktiver Atmosphäre statt und sollen in naher Zukunft fortgesetzt werden.
Die Treffen waren Teil der laufenden Konsultationen im Rahmen des 10.-März-Abkommens, das auf Koordinierung im Sicherheitsbereich und die Stabilisierung Syriens abzielt.
Fortschritte bei zentralen Themen
Der QSD-Oberkommandierende Mazlum Abdi leitete die Delegation und führte zwei zentrale Gespräche mit Ministern der syrischen Übergangsregierung. Im Verteidigungsministerium wurde die mögliche Einbindung der QSD – einschließlich der Frauenverteidigungseinheiten YPJ – in die syrischen Streitkräfte diskutiert. Die Gespräche seien „substanziell und offen“ verlaufen, hieß es aus Delegationskreisen.
Auch das Treffen mit dem Innenministerium, bei dem es um die Integration lokaler Sicherheitsdienste in nationale Strukturen ging, sei von „gegenseitigem Interesse und konstruktivem Austausch“ geprägt gewesen.
Delegation auf hohem Niveau
An den Gesprächen nahmen unter anderem Sozdar Hacî (YPJ) und Sipan Hemo (YPG) vom Kommandorat der QSD sowie der Sprecher des Bündnisses Abjar Daoud und der QSD-Kommandant Shaker Arab teil. Für die Sicherheitsbehörde der Demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (DAANES) sprachen die Asayîş-Kommandant:innen Diler Hisen Temo, Ali Xidir El Hesen, Mustafa Mehmud Deli, Aho Elyo Lahdo sowie Arîn Mistefa, stellvertretende Ko-Vorsitzende des Rates für innere Sicherheit.
Weitere Treffen geplant
Die Beratungen sollen zeitnah fortgeführt werden. Ziel sei es, konkrete Mechanismen zur Koordinierung zwischen den Institutionen beider Seiten zu etablieren und auf dieser Grundlage eine tragfähige sicherheitspolitische Zusammenarbeit zu entwickeln. Offizielle Stellungnahmen aus Damaskus lagen zunächst nicht vor. Inoffiziell hieß es jedoch, der Dialog sei auf beiden Seiten als vertrauensbildend und zielführend bewertet worden.
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