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Übergangsregierung sperrt wichtige Verbindung Aleppo–Raqqa

 


Die sogenannte Übergangsregierung hat die Straße zwischen Aleppo und Raqqa nahe Dair Hafir gesperrt. Hunderte Reisende mussten stundenlang warten und umkehren. Die Maßnahme betrifft auch den Warenverkehr mit den Autonomiegebieten.

Wichtiger Verkehrs- und Handelsweg bei Dair Hafir
 
ANF / KOBANE, 27. Sept. 2025.

Die selbsternannte syrische Übergangsregierung hat die Verbindungsstraße zwischen Aleppo und Raqqa nahe Dair Hafir gesperrt. Das teilte der Zivilrat der selbstverwalteten Gemeinde im Norden Syriens am Samstag mit.

Die bereits am Freitag eingerichtete Sperrung betrifft einen wichtigen Verkehrs- und Handelsweg, der das Gebiet um Aleppo mit den von der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) kontrollierten Regionen verbindet – insbesondere mit dem Kanton Tabqa.

Nach Angaben des Ko-Vorsitzenden des Zivilrats von Dair Hafir, Maha Al-Khalaf, waren Hunderte Menschen stundenlang gezwungen zu warten, ehe sie unverrichteter Dinge umkehren mussten. „Die Straße ist ein zentrales Nadelöhr für die Zivilbevölkerung und den Handel zwischen den Regionen. Die Blockade trifft insbesondere Pendler, Patient:innen und Händler“, sagte al-Khalaf.

Politische Dimension

Die Damaszener Übergangsregierung operiert unter dem Einfluss der Türkei und kontrolliert gemeinsam mit pro-türkischen Dschihadistenmilizen die besetzten Gebiete in Nordsyrien. Die Sperrung der Verbindungsroute wird in den Autonomiegebieten als gezielte Maßnahme zur wirtschaftlichen und politischen Isolation gewertet. In den vergangenen Wochen war es zudem wiederholt zu teils tödlichen Angriffen von Regierungstruppen auf Dair Hafir gekommen.

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