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Dreisprachiger Schulstart in Nord- und Ostsyrien

 

Neues Schuljahr in Nord- und Ostsyrien gestartet

In Nord- und Ostsyrien hat das neue Schuljahr begonnen. Über 700.000 Schüler:innen werden in drei Sprachen unterrichtet. Das mehrsprachige Bildungssystem setzt auf lokal angepasste Lehrpläne und Lehrkräfte, die zuvor in didaktischen Seminaren geschult wur


ANF / QAMIŞLO, 14. Sept. 2025.

In der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) hat am Sonntag das neue Schuljahr 2025/2026 begonnen. Nach Angaben des Bildungskomitees besuchen mehr als 700.000 Kinder und Jugendliche in diesem Jahr die Schulen in der Region. Der Unterricht findet in drei Sprachen statt: Kurdisch, Arabisch und Assyrisch.

Insgesamt nehmen laut der Autonomieverwaltung rund 713.550 Schüler:innen am Unterricht teil. Der Bildungsbetrieb wird von 35.500 Lehrkräften an mehr als 3.600 Schulen in der Region getragen. Bereits während der Sommerferien wurden zahlreiche Pädagog:innen in Fortbildungsseminaren zu neuen Lehrmethoden geschult.

Der Prozess der Schüleranmeldungen sowie die Vorbereitungen für ein geeignetes Lernumfeld hatten bereits am 7. September begonnen.

Lokale Inhalte in mehreren Sprachen

Der Unterricht basiert auf angepasstem Lehrmaterial, das auf die sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten der jeweiligen Regionen zugeschnitten ist. So wurden Lehrpläne entwickelt, die den natürlichen, sozialen und historischen Besonderheiten der verschiedenen Bevölkerungsgruppen Rechnung tragen.

Das Bildungssystem in Nord- und Ostsyrien gilt als eines der wenigen Modelle im Nahen Osten, das systematisch auf Mehrsprachigkeit und regionale Autonomie in der Bildungsplanung setzt.

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